Eine ereignisreiche Tennis-Saison 2016 neigt sich so langsam ihrem Abschluss — Zeit für einen ersten Rückblick.

Vor einigen Tagen beendeten die Damen ihre Saison bei den WTA Championships in Singapur. Dominika Cibulkova konnte sich den Titel sichern, indem sie die neue Weltranglisten-Erste, Angelique Kerber aus Deutschland, besiegte. Die Herren schlagen noch bei den World Tour Finals. Vor allem für Kerber und die deutschen Tennisfreunde geht somit ein turbulentes und mit einigen Höhepunkten gespicktes Jahr in die Abschlussphase.

Kerber mit Paukenschlag zu Beginn

Gleich zu Beginn des Tennisjahres sorgte Angelique Kerber mit ihrem Sieg bei den Australian Open für einen echten Hammer aus deutscher Sicht. Zu diesem Zeitpunkt konnten aber wohl weder die 28-jährige Bremerin noch die Fans mit dem rechnen, was noch folgen sollte. Umso bemerkenswerter war der Triumph auch deshalb, da sich Kerber bereits in einer frühen Phase des Turniers einem Matchball gegenübersah, der wohl den Ausgang des gesamten Jahres hätte beeinflussen können.

Bei den Herren stand das Finale im Zeichen zweier Spieler, die auch im weiteren Verlauf des Tennisjahres zu den prägenden Protagonisten gehören sollten: Novak Djokovic und Andy Murray. Der Serbe behielt in diesem Duell die Oberhand und konnte die Australian Open zu Jahresbeginn für sich entscheiden.



Bei den French Open gab es bei den Damen eine Siegerin, die vielleicht nicht sehr viele Fans auf dem Zettel hatten. Die Spanierin Garbiñe Muguruza bezwang die US-Amerikanerin Serena Williams glatt in zwei Sätzen und nahm somit erfolgreich Revanche für das verlorene Wimbledon-Finale von 2015. Bei den Herren kam es einmal mehr zum Duell „Joker“ gegen Murray. Auch diesmal siegte der Serbe. Letztlich sollte Murray aber sein drittes Grand-Slam-Finale dieses Jahres siegreich gestalten. In Wimbledon gewann er gegen den Kanadier Milos Raonic glatt in drei Sätzen. Bei den Damen siegte die US-Amerikanerin Serena Williams gegen Angelique Kerber.

Apropos Kerber: Das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres sollte den endgültigen Durchbruch bringen. Die Deutsche holte nicht nur den Titel, sondern sicherte sich auch den ersten Platz in der Weltrangliste. Bei den Herren siegte überraschend der Schweizer Stan Wawrinka gegen den Joker.

Dramatik pur in Rio

Und dann gab es ja im August auch noch die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Bei den Herren stieß dort ein Mann ins Finale vor, den viele schon abgeschrieben hatten: Juan Martin del Potro aus Argentinien. Zwar schaltete er im Turnierverlauf Novak Djokovic aus, musste am Ende aber dem Briten Andy Murray den Vorzug lassen und sich mit Silber begnügen.

Bei den Damen verpasste Angelique Kerber die Goldmedaille hauchdünn. Sie unterlag im Finale der Puerto-Ricanerin Monica Puig knapp in drei Sätzen, bot aber einen großen Kampf, der auch beim Tennispublikum großen Anklang fand. Der Kräfteverschleiß wurde vor allem im letzten Satz bemerkbar, als sich Puig in einen Rausch spielte und den Satz mit 6:1 für sich entscheiden konnte. Auf openodds.com konnten und können sich wettbegeisterte Tennis-Fans einen Überblick über die Quoten verschaffen. Die Quoten auf Puig dürften hier besonders attraktiv gewesen sein. Während die Siegerin nach den Spielen von Rio allerdings schwächelte und der Olympia-Form hinterherlief, sollte Kerber mit ihrem Sieg bei den US Open den nächsten Paukenschlag folgen lassen. Bei den abschließenden WTA Championships gingen ihr dann allerdings die Körner aus, was angesichts vieler anstrengender Tour Matches plus Olympischer Spiele jedoch nicht allzu verwunderlich war.

Hast du das Hawk-Eye? Erkenne jetzt die Profispieler an ihrer Jubel-Faust!