Von den vier US-Girls im Halbfinale bis zum frühen Zverev-Aus: Hier sind die 5 größten Überraschungen der US Open 2017!

Dass die US Open 2017 jede Menge Sensationen parat haben könnten, durfte man schon vor dem Turnierstart erahnen. Verletzungsbedingt mussten Top-Spieler wie Novak Djokovic, Stan Wawrinka, Kei Nishikori, Milos Raonic, Marin Cilic und zu guter Letzt auch noch Andy Murray ihre Teilnahme absagen. Doch die folgenden – positiven und negativen – Überraschungen stellten alles in den Schatten.

Das frühe Zverev-Aus

Bevor wir uns den positiven Storys aus Flushing Meadows widmen, können wir das Scheitern von Alexander Zverev leider nicht gänzlich verschweigen. Die Erwartungen an den Hamburger vor dem Turnierstart waren riesig – auch weil die Hartplatz-Saison für ihn so gut angefangen hatte. Dem Final-Triumph in Washington über Kevin Anderson folge ein noch glanzvollere Performance beim 1000er Turnier in Montreal. Dort konnte Zverev Roger Federer im Finale glatt in zwei Sätzen bezwingen. Doch ausgerechnet bei den US Open 2017 erwischte Deutschlands Tennis-Hoffnung ein Formtief. Die Viersatz-Niederlage gegen Borna Coric in der zweiten Runde sorgte bei Sascha für eine große Ernüchterung. „Von meinem Level her war es katastrophal“, lautete seine Erkenntnis. Der kleine Trost folgte nach dem Turnier: Trotz des frühen Scheitern ist Zverev inzwischen die Nummer 4 der Welt.

Die Shapovalov-Show

Von diesem jungen Kanadier werden wir noch viel hören und sehen. Zunächst kämpfte sich Denis Shapovalov durch drei Quali-Runden, ehe er im Hauptfeld unter anderem Jo-Wilfried Tsonga aus dem Turnier beförderte. Erst im Achtelfinale gegen Pablo Carreño Busta (auch eine der positiven Überraschungen der US Open 2017) war nach drei Tiebreak-Sätzen Endstation. Shapo ist eine die Entdeckungen dieses Jahres. Mit seinen erst 18 Jahren hat er eine großartige Zukunft vor sich. Ähnliches gilt übrigens möglicherweise auch für Andrej Rublev: Der Russe blieb dem Turnier sogar länger erhalten als Shapovalov, fand erst im Viertelfinale im späteren Champion Rafael Nadal seinen Meister.

Jo-Wilfried Tsonga

 
 
 

Das schillernde Comeback von Maria Sharapova

Bei den US Open 2017 wurde es endlich wieder richtig laut auf dem Platz – und zwar in doppeltem Sinn. Maria Sharapova meldete sich in New York eindrucksvoll zurück. Während ihre Fans die Russin frenetisch feierten, mussten selbst die Sharapova-Kritiker eingestehen, dass sich diese Rückkehr mehr als sehen lassen konnte. Sowohl optisch als auch spielerisch bewies die inzwischen 30-Jährige, dass sie auch während ihrer langen Doping-Sperre nichts verlent hat. Gleich zum Auftakt sorgte Sharapova für staunende Blicke, da es ihr gelang, die an #2 gesetzte Simona Halep in drei Sätzen zu besiegen. Erst im Achtelfinale zog die russische Tennis-Schönheit gegen Anastasija Sevastova den Kürzeren.

Das erste Grand-Slam-Finale für Kevin Anderson

Auch wenn der Südafrikaner im Finale gegen Rafa Nadal nur wenig entgegenzusetzen hatte: Seine Leistung war eine der positivsten Überraschungen dieses Turniers. Kevin Anderson, der in den vergangenen Jahren immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen wurde, fightete sich bis ins Finale vor. Damit hatte nun wirklich niemand gerechnet. Zwar blieben ihm dank der Absagen von vielen Top-10-Spielern die ganz dicken Brocken auf dem Weg ins Endspiel erspart, dennoch musste er erst einmal sechs Runden überstehen. Andersons beste Leistung: Das Viertelfinale gegen den stark aufspielenden US-Lokalmatadoren Sam Querrey. Im Duell der Aufschlag-Giganten präsentierte sich der 31-jährige Anderson so cool wie selten zuvor.

Vier US-Damen im Halfinale der US Open 2017

Es gibt keinen Zweifel: Die allergrößte Überraschung gab es im Damen-Draw zu bewundern – genauer gesagt im Halbfinale der US Open 2017, die aus weiblicher Sicht nicht amerikanischer hätten verlaufen können. In der Runde der letzten Vier waren nur noch Tennisspielerinnen am Start, die in den Vereinigten Staaten das Licht der Welt erblickten. Während besser platzierte Damen wie Karolina Pliskova, Elina Svitolina oder Garbine Muguruza längst ihre Koffer packt hatten, drehten Coco Vandeweghe, Venus Williams, Madison Keys und Sloane Stephens erst richtig auf. Keys konnte sich im Halbfinale glatt mit 6:1, 6:2 gegen Vandeweghe durchsetzen, Stephens bezwang Williams mit 6:1, 0:6, 7:5. Dass Letztere im Finale mit der an #15 gesetzten Madison Keys kurzen Prozess machen würde (6:3, 6:0), war ebenso überraschend wie die anschließende Pressekonferenz der Siegerin. Selten haben wir so gelacht! Sloane Stephens belegte Anfang August in der Weltrangliste noch Platz 934. Nach ihrem Triumph bei den US Open 2017 wird die US-Amerikanerin als 17. geführt. Diese Sensation ist nicht zu toppen!


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