Wer gewinnt die Neuauflage des Wimbledon-Finals?

Drei Siege, 6:0-Sätze – Novak Djokovic ließ in der Gruppenphase keine Zweifel aufkommen, wer in London der absolute Topfavorit ist. Kevin Anderson muss sich dennoch nicht verstecken. Der 6:0, 6:1-Kantersieg des Südafrikaners gegen Kei Nishikori hatte auch beim „Djoker“ Eindruck hinterlassen:

Kevin spielt das beste Tennis seines Lebens in dieser Saison. Daran ändert auch die Niederlage gegen Roger nichts. Ich weiß, was auf mich zukommt.

Entfesslungskünstler Djokovic

Gemeint sind knallharte Aufschläge und aggressives Powertennis von der Grundlinie. Mittel, die auch Marin Cilic im letzten Gruppenmatch angewendet hatte. Allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Novak „die Wand“ Djokovic war einmal mehr unüberwindbar.

Kann Anderson diesen Wall ab 21 Uhr zum Einsturz bringen? Ein Blick auf den direkten Vergleich spricht dagegen: Acht Matches, sieben Niederlagen. Der einzige Erfolg des Weltranglistensechsten gegen den Serben liegt bereits zehn Jahre zurück. Auch in dieser Saison hatte Djokovic deutlich die Nase vorn. Sowohl in Shanghai (7:6, 6:3) als auch in Wimbledon (6:2, 6:2, 7:6) siegte der Branchenprimus ohne Satzverlust.

Anderson bleibt zurückhaltend

Der 2,03-Meter-Hüne ist sich der Situation bewusst. Säbelrasseln hört sich jedenfalls anders an:

Novak spielt unglaubliches Tennis, er hat sich wieder an der Spitze etabliert. Für mich ist es eine großartige Möglichkeit.

Immerhin! Der Spielplan ist so etwas wie ein Hoffnungsschimmer für den 32-Jährigen: Während Djokovic noch am Freitagabend über den Platz fegte, konnte Anderson die Kräfte bündeln.

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