Es geht einfach nicht mehr.

Der vielgeschundene Körper macht nicht mehr mit. Schon der Weg zur Pressekonferenz fiel Andy Murray schwer. Natürlich auch in dem Wissen, dass er die wohl schwierigste Botschaft seiner Karriere wird überbringen müssen.

Selbst das Anziehen der Socken und Schuhe bereite ihm immer noch Probleme. Seit über eineinhalb Jahren kämpft der 31-Jährige mit schwerwiegenden Hüftproblemen: „Ich habe eine Menge Schmerzen. Es ist zu viel. Der Schmerz erlaubt mir nicht, Spaß am Training oder Wettkampf zu haben.“

Murray war monatelang die Nummer 1

Bei der Pressekonferenz rang Murray immer wieder mit der Fassung. Das Basecap tief ins Gesicht gezogen. Zwischenzeitlich verließ er sogar kurz den Raum. Der Superstar, der 41 Wochen lang die Tennis-Welt anführte, hat zum ersten Mal in seiner grandiosen Laufbahn keinen Konter parat.

Bereits nach den Australian Open könne Schluss für ihn sein. „Ich bin nicht sicher, ob ich noch vier oder fünf Monate unter Schmerzen spielen kann. Ich möchte es bis Wimbledon schaffen und dann aufhören, aber ich bin nicht sicher, ob ich das machen werde.“

Am Montag könnte also einer der Big Four – vorzeitig – die große Bühne verlassen. Murray muss zum Auftakt der Australian Open gegen den zuletzt bärenstarken Roberto Bautista Agut ran. Der Spanier gewann erst kürzlich das ATP-Turnier von Doha.

Wir werden dich vermissen, Andy!

Tennis-Point.de