Mit 27 Jahren feiert der US-Amerikaner seinen bis dato größten Erfolg.

Im Finale des 250er-Turniers in Auckland hatte Tennys Sandgren nicht nur einen, sondern praktisch zwei Gegner: Cameron Norrie und das Publikum, das den Briten lautstark unterstützte, weil dieser in der neuseeländischen Stadt seine Kindheit verbracht hatte. Doch Sandgren ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und siegte nach 78 Minuten mit 6:4, 6:2.

Im Halbfinale hatten die beiden Endspielkonkurrenten mit Philipp Kohlschreiber (verlor gegen Sandgren) und Jan-Lennard Struff (gegen Norrie) zwei deutsche Akteure bezwungen. Am besten gelang es dem US-Amerikaner, seine Form aus der Runde der letzten Vier ins Finale mitzunehmen. Zwar konnte er nicht ganz an die Aufschlagstärke anknüpfen, die zuvor Kohlschreiber zur Weißglut gebracht hatte, doch wieder konnte er spielerisch überzeugen.

Sandgren nutzt den zweiten Matchball

Nach einer frühen Führung im ersten Satz glich Norrie zwar noch einmal zum 2:2 aus, musste später dann aber doch das entscheidende Break hinnehmen. Es zog sich wie ein roter Faden durchs Match, dass Norrie seine Chancen, die er durchaus bekam, nicht konsequent nutzen konnte. Im zweiten Satz ging es dann deutlich schneller. Nachdem der Brite den ersten Matchball noch abwehren konnte, ließ Sandgren seinen zweiten nicht verstreichen.

Auch für Norrie wäre es der erste Turniersieg auf ATP-Niveau gewesen. Diese Ehre wurde nun aber Sandgren zuteil, der bisher nur einige Challenger in seiner US-amerikanischen Heimat für sich entscheiden konnte.

Kann der US-Amerikaner bei den Australian Open erneut überraschen?

Damit befindet sich Tennys kurz vor dem Start des ersten richtig großen Tennisturniers des Jahres in Bestform – wieder einmal. Bereits 2018 durfte sich der Mann aus  Tennessee über einen gelungenen Start ins neue Jahr freuen. Bei den Australian Open sorgte er damals für eine Überraschung, indem er bis ins Viertelfinale vordringen konnte. Auf dem Weg dorthin verzweifelten an ihm Topspieler wie Stan Wawrika und Dominic Thiem.