Hört sich an wie eine Finalmeldung, war aber eine erste Runde.

Mit seinem ersten Sieg nach fast einjähriger Verletzungspause meldet sich Andy Murray im Kreis der Sieger zurück — Gegner des Briten beim Turnier in Eastbourne war dabei kein Geringerer als Stan Wawrinka, seines Zeichens ebenfals dreifacher Grand Slam-Sieger.

Murray setzte sich nach insgesamt einer Stunde und 17 Minuten mit 6:1 6:3 gegen den Schweizer durch, der ebenfalls einen Großteil des vergangenen Jahres verletzungsgeplagt war.

Murray bei eigenem Aufschlag eine Bank

Dabei war der zweifache Wimbledon-Champion gerade über seinen eigenen Aufschlag im ersten Satz unantastbar, Wawrinka tat sich hingegen schwer wirklich in die Rallies zu kommen — bereits zu seinen besten Zeiten strauchelte der Schweizer immer wieder auf dem Rasen und kann sich mit dem flacheren Absprung nur selten anfreunden.

Der ehemalige Weltranglisten-1. sicherte sich die letzten fünf Spiele in Folge, gewann in knapp unter einer halben Stunde den ersten Durchgang mit 6:1.

Wawrinka kommt ran, bleibt aber zu fehlerhaft

Im zweiten Durchgang konnte sich Wawrinka zwar etwas steigern, aber insgesamt blieb es eine von Fehlern dominierte Vorstellung des 33-Jährigen. Der Schweizer musste zuerst das Break zum 2:4 hinnehmen und verpasste beim Stand von 3:4 vier Chancen, wieder auszugleichen. Fast schon symptomatisch beendete Wawrinka das Match mit einem Doppelfehler — Murray blieb hingegen weiterhin solide.

„Ich bin natürlich sehr glücklich darüber, dass ich gewonnen habe. Ich habe im ersten Satz gut gespielt, war dann im zweiten Satz etwas nervös. Aber so ist das, wenn man fast ein Jahr lang nicht spielt. Gegen einen Spieler wie Stan ist das nie leicht, weil ich wirklich schon viele harte Matches gegen ihn hatte“, erklärte Murray nach seinem ersten Sieg nach 350 Tagen.

In der nächsten Runde wird es für den Briten jedoch nicht leichter — Murray trifft im Prestige-Duell auf Kyle Edmund, der mittlerweile die britische Nummer 1 ist.

„Kyle hat den letzten Monaten einen fantastischen Job gemacht. Er hat sich extrem verbessert, ist in der Weltspitze, hat ein tolles Team um sich und ich werde versuchen, mein Bestes zu geben.“