Die 49. Auflage der inoffiziellen Tennis-WM kann beginnen!

Das Tennis-Jahr 2018 bewegt sich mit großen Schritten seinem Ende entgegen. Doch bevor die Fans weltweit in ein Winter-Loch fallen werden, dürfen sie vom 11. bis zum 18. November noch einmal Tennis der Extraklasse verfolgen. Die Rede ist natürlich von den ATP Finals, die in der Londoner O2 Arena für den krönenden Abschluss eines besonderen Jahres sorgen werden.

Gesucht wird der Nachfolger des Vorjahressiegers Grigor Dimitrov, dessen Leistungen 2018 nicht ausreichten, um seinen Titel bei diesem Turnier verteidigen zu können. Auch Finalist David Goffin geht diesmal nicht an den Start. Zudem musste mit Juan Martin del Potro einer der Topspieler des Jahres absagen, auch Rafael Nadal ist noch fraglich.

Hier sind die 8 Stars, die nach aktuellem Stand bei den ATP Finals 2018 an den Start gehen werden!

Rafael Nadal

Größte Erfolge bei den Finals: 2x Finale (2010, 2013)
Turniersiege 2018: 5 (Monte Carlo, Barcelona, Rom, French Open, Toronto)

Unglaublich: Rafa hat eigentlich alles gewonnen, was es im Tennis zu gewinnen gibt – außer die ATP Finals. Obwohl er ein Dauerbrenner bei der inoffiziellen WM ist, hat es noch nie zum ganz großen Sprung gereicht. Umso ärgerlicher wäre es für den Spanier, wenn er 2018 absagen müsste. Seinen Platz an der Sonne in der Weltrangliste musste er vorerst bereits an Novak Djokovic abgeben, da er in Paris verletzungsbedingt nicht gegen Fernando Verdasco antreten konnte. Nach seiner Absage gab sich Nadal jedoch kämpferisch: „Ich werde mich weiter behandeln lassen und alles tun, damit ich in London spielen kann.“

Novak Djokovic

Größte Erfolge bei den Finals: 5x Sieger (2008, 2012, 2013, 2014, 2015)
Turniersiege 2018: 4 (Wimbledon, Cincinnati, US Open, Shanghai)

Zum 11. Mal ist Novak Djokovic bei den ATP Finals am Start, nachdem er im Vorjahr verletzungsbedingt passen musste. Unabhängig davon, ob der Serbe in Paris seinen fünften Turniersieg 2018 einfährt oder nicht, wird er ab Montag als neue Nummer eins der Weltrangliste geführt. Einen inoffiziellen Titel kann ihm jetzt schon niemand mehr nehmen: Djokovic legte ohne Zweifel das „Comeback des Jahres“ hin – und könnte dem Ganzen in London die Krone aufsetzen.

Roger Federer

Größte Erfolge bei den Finals: 6x Sieger (2003, 2004, 2006, 2007, 2010, 2011)
Turniersiege 2018: 4 (Australian Open, Rotterdam, Stuttgart, Basel)

Trotz eines großartigen Matches gegen Novak Djokovic im Halbfinale von Paris musste der Maestro seinen Traum vom 100. Titel auf der Tour vorerst begraben. Vielleicht hat er sich diese Pointe ja für den Saisonabschluss in London aufgehoben. Immerhin ist der Schweizer mit sechs Triumphen der Rekordchampion der ATP Finals, wenngleich sein letzter Erfolg auch schon sieben Jahre zurückliegt. In den vergangenen Wochen präsentierte sich Federer nicht so konstant, wie man es von ihm eigentlich gewohnt ist. Doch in der Form von Paris muss man mit ihm rechnen.

Alexander Zverev

Größte Erfolge bei den Finals: 1x Gruppenphase (2017)
Turniersiege 2018: 3 (München, Madrid, Washington)

Im vergangenen Jahr feierte der Deutsche sein Debüt bei den ATP Finals, wobei er gar nicht so viel zu „feiern“ hatte. Für den Sprung ins Halbfinale reichte es noch nicht, die Niederlagen gegen Roger Federer und Jack Sock kosteten ihn den Kampf um den Titel. Doch: Mit seinem starken Auftaktsieg gegen Marin Cilic konnte Zverev beweisen, dass er dazu gehört. So ist es auch 2018! Zverev blickt wieder mal auf ein gutes Jahr zurück und muss wieder mal mit der Erkenntnis leben, dass es bei den Grand Slams noch nicht zum großen Coup reichte. Vielleicht ändert sich das ja bei den Finals!?

Kevin Anderson

Größte Erfolge bei den Finals: Fehlanzeige
Turniersiege 2018: 2 (New York, Wien)

Erstmals in seiner Karriere wird Kevin Anderson am Turnier der acht besten Spieler des Jahres teilnehmen. Mit seinem Turniersieg in Wien konnte er sich sein Ticket für London buchen – und das im stolzen Tennis-Alter von 32 Jahren. Damit ist Anderson der erste Südafrikaner seit 23 Jahren (zuletzt ging 1995 Wayne Ferreira an den Start), dem dieses Kunststück gelungen ist. Alleine mit seinem Auftritt in Wimbledon, als er erst im Finale an Novak Djokovic scheiterte, hat er sich diese Teilnahme verdient.

Marin Cilic

Größte Erfolge bei den Finals: 3x Gruppenphase (2014, 2016, 2017)
Turniersiege 2018: 1 (Queens)

Der Kroate zählt seit vielen Jahren zum Who is Who der Tennis-Szene. Leider kommt er jedoch oft mental an seine Grenzen, wenn es darum geht, einen großen Titel einzufahren – mit Ausnahme von 2014, als er die Trophäe der US Open in die Höhe recken durfte. Zuletzt zeigte er in Paris wieder einmal, dass er mit den Superstars mithalten kann. Cilic stoppte Djokovic‘ Serie von 30 gewonnenen Sätzen in Folge. Bei den ATP Finals hat Cilic einiges wiedergutzumachen, da er im vergangenen Jahr alle drei Vorrundenmatches verlor (gegen Zverev, Sock und Federer).

Dominic Thiem

Größte Erfolge bei den Finals: 2x Gruppenphase (2016, 2017)
Turniersiege 2018: 3 (Buenos Aires, Lyon, St. Petersburg)

Alles in allem kann Dominic Thiem auf ein gutes Jahr zurückblicken, auch wenn man bei ihm immer mal wieder das Gefühl hat, dass er mir im „Tank“ hätte als „nur“ drei Turniersiege. Dennoch: Seine dritte Teilnahme bei den ATP Finals in London in Folge beweist, dass der Österreicher in den vergangenen Jahren durchaus mit Konstanz glänzte.

Kei Nishikori

Größte Erfolge bei den Finals: 2x Halbfinale (2014, 2016)
Turniersiege 2018: Fehlanzeige

Anstelle des verletzten Juan Martin del Potro, der aufgrund eines Bruchs der rechten Kniescheibe nicht dabei sein kann, erhielt Kei Nishikori unverhofft ein Ticket. Zum vierten Mal darf der Japaner nun in London antreten, zweimal drang er sogar bis ins Halbfinale vor. Für ihn ist die Teilnahme natürlich ein schönes Bonbon, nachdem auch er lange mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. Dementsprechend mitfühlend äußerte sich der 28-Jährige via Twitter auch in Richtung von del Potro: „Zunächst möchte ich Juan Martin eine schnelle Genesung wünschen. Er hatte ein erstaunliches Jahr.“