Alexander Zverev hat seine spannende und knappe Auftaktpartie gegen Marin Cilic in drei Sätzen gewonnen.

Das war eng! Das war stark! Alexander Zverev hat am späten Sonntag Abend seine Nervenstärke unter Beweis gestellt und eine äußerst spannende Partie für sich entschieden. Im Duell gegen den Kroaten Marin Cilic drehte der Deutsche im entscheidenden Satz noch einen Breakrückstand zu einem 6:4 3:6 6:4-Sieg. Dabei überzeugte Sascha die Zuschauer vor allem durch sein motiviertes Auftreten und sein dominantes Spiel.


Die Aufschlagquote als Faktor

Alexander Zverev und Marin Cilic sind in ihrer Karriere schon viermal aufeinander getroffen. Die erste Partie ging 2015 an den Kroaten, danach triumphierte immer der Deutsche. Auch deshalb ging Sascha als leichter Favorit in sein erstes Match bei den ATP Finals – und der Start hätte nicht besser sein können. Direkt zu Beginn nahm er Cilic, welcher eigentlich so schwer zu breaken ist, den Service ab. Dieses eine Break sollte genauso zum Satzgewinn reichen, wie das erste Break in Durchgang zwei. Diesmal jedoch war Cilic derjenige, der Zverev direkt am Anfang den Service abnahm. Entscheidend für die Wende in der Partie war die Aufschlagquote. Während diese sich bei Zverev von 55 Prozent auf 45 Prozent verschlechterte, konnte sich Cilic von 58 Prozent auf 73 Prozent steigern. Dadurch war der Kroate auch innerhalb der Ballwechsel plötzlich der dominierende Mann, während Zverev – im wahrsten Sinne des Wortes – nun immer häufiger nur hinterher lief.

Zverev kommt zurück

In Durchgang drei konnten beide Profis erstmals ihren ersten Service halten. Doch lange hielt die weiße Weste auch im entscheidenden Satz nicht an. Alexander Zverev wurde beim Stand von 1:1 gebreakt – und die Partie schien somit gelaufen. Doch anders als in den beiden Durchgängen zuvor, sollte ein einziges Break nicht genügen. Denn der Deutsche kam zurück. Als wäre der Aufschlagverlust diesmal nur eine Initialzündung sein, schaltete Sascha plötzlich einen Gang höher. Bei eigenem Service gönnte er Cilic keinen einzigen Punkt mehr. Der Kroate hingegen hatte deutlich mehr Mühe. Gleich zweimal versuchte er chancenlos, einen Breakball abzuwehren. Zverev nutzte seinen ersten Matchball zum 6:4 3:6 6:4. Durch diesen ersten, so wichtigen Sieg bei den ATP Finals in London bleibt der Deutsche im Rennen.

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