Zwei Finals haben sie in diesem Jahr schon bestritten. Nun gehts ums Weiterkommen in London.

Laut Papier treffen morgen in London die Nummer zwei und drei der Weltrangliste aufeinander. Roger Federer und Alexander Zverev tragen das Spitzenduell der „Boris Becker“-Gruppe bei den ATP Finals aus. Aufeinander treffen zwei Welten. Der Rekord-Grand Slam-Sieger und wahrscheinlich beste Tennisspieler aller Zeiten, Roger Federer, und der junge Next Gen-Spieler Alexander Zverev, der schon längst im Hier und Jetzt angekommen ist. Das Match wird den Weg für den Gruppensieg weisen.

 

Ausgeglichene Match-Historie

Sechzehn Jahre Altersunterschied trennen die beiden. Normalerweise ein Unterschied der zu einer weniger reichen Matchhistorie führt. Der eine Spieler ist schon zu alt, der andere noch zu jung, um häufiger gegeneinander zu spielen. Doch der alte Federer spielt seinen gefühlt x-ten Frühling und der junge Zverev teilweise schon wie ein alter Hase. Viermal gab es das Duell der beiden schon. Schön verteilt auf ein zwei zu zwei. In diesem Jahr ging der erste Sieg an den Rekordsieger aus der Schweiz. Mit einem deutlichen 6:1 6:3-Sieg zog er den Deutschen im Finale von Halle ab. Der revanchierte sich im Finale von Montreal wiederum mit 6:3 6:4-Sieg und verwehrte Federer das „Gefühl, wie es ist in Montreal zu siegen“.

 


Wer wird sich in London durchsetzen? Schaut man sich die ersten Matches der beiden an, spricht viel für Federer. Der ist gegen Jack Sock mit einem aufgeräumten 6:4 7:6 entspannt durchs erste Match gekommen. Da musste Alexander Zverev mit seinem Comeback-Sieg (6:4 3:6 6:4) gegen Marin Cilic weitaus mehr arbeiten. Allerdings sind dies die ersten Finals für Zverev. Bezieht man die Anfangsnervosität bei der Londoner Kulisse mit ein, dann war auch dieses Match ordentlich. Es ist auf jeden Fall eine enge Kiste. Dem Sieger winkt das Halbfinale.

Konstellationen fürs Weiterkommen

Dabei hat Roger Federer dank seines Zweisatzsieges über Sock, die etwas besseren Karten. Gewinnt er auch gegen Zverev in zwei Sätzen, ist der 36-Jährige sicher weiter. Siegt der Schweizer in drei, braucht er Schützenhilfe von Jack Sock, der Marin Cilic ausschalten müsste. Sascha Zverev kommt nur dann weiter, wenn er Federer besiegt und er wiederum Schützenhilfe von Marin Cilic (Sieg gegen Sock) bekommt. Bei allen anderen Szenarien ist erst am Donnerstag klar, wer wie weiterkommt.

Das Match ist das Abendspiel um 20 Uhr Ortszeit (21 Uhr deutscher Zeit).

 


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