Etwas zittern musste der 20-Jährige, ehe er sein erstes Match bei den Finals in London gewinnen konnte.

Mit einem lauten Jubelschrei beendet Alexander Zverev nach rund zwei Stunden sein erstes Match bei den ATP Finals. Mit einem 6:4 3:6 6:4- Sieg über Marin Cilic hat sich der 20-Jährige in eine gute Ausgangsposition gebracht. Einfach war das Debüt für Zverev in London aber nicht. Er musste einen Hänger im zweiten Satz und auch ein wenig die Nervosität überwinden.

„Ich war schon etwas nervös“

„Ich war schon etwas nervös, hier zum ersten Mal rauszugehen.“, bestätigte der Deutsche nach dem Match. „Ich denke, das ist normal für jeden, der hier zum ersten Mal spielt“. Angemerkt hat man ihm die Nervosität zu Beginn auch nur bedingt. Direkt mit einem Break gestartet, konnte der 20-Jährige den ersten Satz solide mit 6:4 einfahren.

 


Danach ging die Formkurve des Deutschen aber deutlich nach unten. Besonders die Vorhand verließ Alexander Zverev im zweiten Satz komplett. Marin Cilic nutze dies aus und kämpfte sich in die Partie zurück. Satzausgleich und Break vor für den Kroaten, es sah nach einer Lehrstunde in Sachen große Erfahrung für Zverev aus. Doch der zweifache Masters-Sieger wäre nicht die Nummer Drei der Welt, wenn er nicht einen Weg aus der Situation finden würde. Er kämpfte sich zurück und drehte schlussendlich das Match. Ich bin glücklich, irgendwie zurückgekommen zu sein und das Spiel gewonnen zu haben“, sagte Zverev nach seinem Sieg. „Wenn man die Gelegenheit hat, hier zu spielen, dann muss man sein Bestes geben“.

Nächster Gegner: Roger Federer

Marin Cilic war für Alexander Zverev sicher ein guter Erstrundengegner. Die beiden haben schon relativ oft gegeneinander gespielt und immer gute Matches gezeigt. Das bestätigte auch der Deutsche: „Jedes Mal, wenn ich gegen ihn spiele, habe ich ein gutes Match gemacht. Heute haben wir beide gut gespielt.“ Der vierte Sieg im fünften Duell gegen den Kroaten hat Zverev in eine gute Ausgangslage der Gruppenphase gebracht. Das nächste Match geht gegen Roger Federer wird das Spitzenspiel in dieser Gruppe. Vier Mal sind die beiden schon aufeinander getroffen. Je zwei Siege haben beide davongetragen. Der letzte Erfolg geht aufs Konto des 20-Jährigen, der dem Schweizer in Montreal den Masters-Titel wegschnappte.


Doch egal wer das Match gewinnt, die Atmosphäre in London wird eine besondere sein. Seit Jahren sind die Finals in Großbritanniens Hauptstadt zu Gast und die 15.000 Sitze fassende O2-Arena ist immer voll. Eine Kulisse, die auch Alexander Zverev zu schätzen weiß. „Die Atmosphäre war toll. Ein lautes Stadium aber ich mag das“. Zverev ist der jüngste Finals-Teilnehmer seit 2008 und der erste Deutsche seit 2003. Damals hatte sich Rainer Schüttler qualifiziert.Der letzte Sieger aus Deutschland ist Boris Becker. Er gewann 1995 das Turnier, das damals in Frankfurt ausgetragen wurde.

 

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(Text: Maas/ dpa/ ATP)