Grigor Dimitrov zieht mit einem 6:4, 7:6 (5) über David Goffin als erster Spieler ins Halbfinale des Masters-Turniers von Monte Carlo ein.


Auch ihr Viertelfinale in Monte Carlo bewies wieder, dass Matches zwischen Goffin und Dimitrov sehr oft für interessante und spannende Spielverläufe gut sind. Was allerdings nicht immer nur an beider unbestrittener Spielkunst liegt. Sondern auch an ihrem Hang dazu, immer wieder mal im Laufe einer Partie die Konzentration zu verlieren und temporär in ein Leistungsloch zu fallen. Und auch die heutige Partie bewies zudem: Am Ende hat sehr oft (jetzt siebenmal in acht Partien) der Bulgare das bessere Ende in solchen Matches für sich.

Dimitrov bringt Satz eins knapp ins Ziel

Beide Spieler starteten mit sicheren Aufschlagspielen in die Partie und ließen zunächst dem jeweiligen Rückschläger wenig Möglichkeiten, Druck auf den Servierenden auszuüben. Das Break für Dimitrov zum 4:2 kam deswegen ein wenig aus dem Nichts. Nachdem er im Anschluss seinen eigenen Aufschlag wieder souverän durchbrachte, schien aber alles auf einen sicheren Satzgewinn für die Nummer fünf der Weltrangliste hinzudeuten. Dimitrov brachte aber höchstselbst noch einmal Spannung in die Angelegenheit. Bei 5:3 vergab er zwei Satzbälle und musste das Rebreak hinnehmen. Und auch im Anschluss konnte er erst den letzten von drei weiteren Satzbällen zum schließlich doch knappen 6:4 nutzen.

Goffin kann ein 5:1 nicht zum Satzausgleich verwerten

Sicherheit gab dieser Teilerfolg dem Bulgaren allerdings überhaupt nicht. Während sich Goffin vom Verlust des ersten Durchgangs relativ unbeeindruckt zeigte, verlor Dimitrov komplett den Faden und leistete sich zu Beginn des zweiten Satzes viel zu viele einfache Fehler. Das Resultat waren gleich zwei Breaks und  eine schnelle 4:0 Führung für den Belgier. Erst ab da gelang es Dimitrov, seine Leistung wieder etwas zu stabilisieren.

Ab 5:1 für Goffin schien sich dann der Ablauf des ersten Satzes mit umgekehrten Vorzeichen zu wiederholen. Die Nummer zehn der Welt hatte keinen Zugriff  mehr auf die Aufschlagspiele des Gegners. Zudem gelang Dimitrov ein Break, das ihn auf 4:5 heran brachte. Das Match hatte nun seine beste Phase, weil endlich beide Spieler gleichzeitig auf hohem Niveau agierten. Goffin musste schließlich nach einem Aufschlagspiel mit 18 ausgespielten Punkten und der dreimaligen Chance, sich den Satz zu holen, das 5:5 hinnehmen. Das 6:5 für Dimitrov war dann sein fünftes Spiel in Folge.

Goffin hatte einen Satz, den er anfänglich klar dominierte, endgültig wieder aus der Hand gegeben. Dem Druck, im Anschluss sein Aufschlagspiel halten zu müssen um im Match zu bleiben, hielt er aber stand. Der Satz ging in den Tiebreak. Auch dieser hatte wieder alle gegensätzlichen Ingredienzen des gesamten Matches. Schön herausgespielte Punkte und einfache Fehler. Erspielte Vorteile und postwendende Rückschläge. Und natürlich das bessere Ende für Grigor Dimitrov.

 


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