Wer kann Roger Federer in diesem Sommer aufhalten? Nach Schwierigkeiten gestern war der Schweizer wieder ganz solide heute.

Während er sich gestern gegen David Ferrer zeitweise extrem schwer tat, so war Roger Federer heute wieder viel beständiger in seiner Leistung. Der Schweizer bleibt seit 15 Matches ungeschlagen.



Gegen Roberto Bautista Agut kam der 36-Jährige trotz verhältnismäßig schwacher 51% beim ersten Aufschag relativ gut durch die Partie und konnte nach 69 Minuten mit 6:4 6:4 in das Halbfinale von Montréal einziehen. In der Vorschlussrunde trifft Federer auf den Niederländer Robin Haase, der nach einem Drei-Satz-Sieg über Diego Schwartzman zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Halbfinale bei einem ATP Masters 1000-Turnier steht.

Bautista hält anfangs gut mit

Über lange Zeit gestaltete sich der erste Satz zwischen dem Spanier und Federer ähnlich ausgeglichen wie bei der letzten Begegnung der beiden Spieler in Miami. Bautista Agut hielt gut mit, war vor allem bei den kürzeren Ballwechseln recht erfolgreich. Beim Stand von 4:4 wackelte der 29-Jährige allerdings zum ersten Mal und der Schweizer war sofort hellwach und machte das entscheidende Break im ersten Durchgang. Zu null servierte der 36-Jährige den ersten Satz aus. 6:4 stand es nach etwas über einer halben Stunde.

Federer dominant am Netz

Im zweiten Satz nahmen sich Federer und Bautista zu Beginn gegenseitig den Aufschlag ab. Der achtfache Wimbledon-Sieger konnte allerdings mit 2:1 in Führung gehen und transportierte das frühe Break ohne große Problem über die Ziellinie. Nur beim Stand von 3:2 musste Federer noch einmal Breakbälle abwehren.

Vor allem bei den Netzangriffen war der Schweizer heute stark, machte dabei 20 von 26 Punkten – beachtlich, da Bautista Agut durchaus weiß, wie und wann man Passierbälle zu setzen hat. Nach 69 Minuten verwandelte der achtfache Wimbledon-Champion seinen ersten Matchball zum 6:4 6:4 Entstand, nachdem eine Vorhand von Bautista nur noch das Netz fand. Der 36-Jährige schlug dabei 24 Gewinnschläge und 25 unerzwungene Fehler. Luft nach oben ist sicher noch da, aber es war eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zum Vortag.

In der Nacht bestreitet Alexander Zverev sein Viertelfinale gegen Kevin Anderson. Denis Shapovalov trifft im anderen Viertelfinale auf Adrian Mannarino – Zverev und Federer könnten sich frühestens im Finale gegenüberstehen.

Roger Federer

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