Es ist eine der großen Stories der Woche: Nach Andy Murrays Absage kann Rafael Nadal aus eigener Kraft Weltranglisten-1. werden.

In seinem ersten Match seit Wimbledon ließ Rafael Nadal gestern gegen Borna Coric überhaupt keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Spanier auch auf den US-Hartplätzen dort anknüpfen möchte, wo er bisher in seinem starken Jahr 2017 aufgehört hat.

Die Sandplatzsaison hat der 31-Jährige dominiert, die Hartplatzsaison zu Beginn des Jahres entscheidend mitgeprägt- auch wenn er auf dem festen Untergrund noch keinen Titel gewinnen konnte, sondern einige Finalniederlagen einstecken musste.

Trotzdem spielte der Spanier über die vergangenen Monate so stark, dass er sich diese Woche mit insgesamt drei Siegen den Platz an der Sonne in den ATP-Rankings nach etwa drei Jahren wieder zurückholen kann.

„Ich genieße es wirklich hier zu spielen, aber mir gefällt auch die Stadt richtig gut“, sagte der zweifache Montreal-Sieger gegenüber der ATP im Vorfeld zum Rogers Cup.



„Ich habe mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht und ich denke weiterhin nicht wirklich darüber nach. Tag für Tag lautet für mich die Devise und ich versuche einfach, in jedem Match alles zu geben und dann werden wir sehen was passiert“, hielt der Spanier die Bälle verhältnismäßig flach.
 

Rafael Nadal

 
 

Dominanter erster Auftritt

So sehr Nadal auch die „1“ gar nicht im Vorfeld des Turniers thematisieren wollte, so näher rückt der Machtwechsel an der Spitze des Herrentennis jedoch mit jeder gewonnenen Partie. In seinem ersten Match in Montreal zeigte sich der Spanier gegen Borna Coric extrem fokussiert, konzentriert und drückte den jungen Kroaten über die gesamte Partie hinweg weit hinter die Grundlinie. Nach gerade einmal 73 Minuten verwandelte der zehnfache French Open-Sieger zum 6:1 6:2 Endstand.

Noch zwei Siege benötigt Nadal nun, um wieder auf Platz eins zu landen – nächster Gegner ist der junge Kanadier Denis Shapovalov, der Juan Martin Del Potro überraschend deutlich schlug.

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