In der Manier eines alten Hasen zieht der 20-Jährige in sein nächstes Masters-Halbfinale ein.

„Never stop a running system“ heißt es ja so schön. Ein einmal funktionierendes System sollte man nicht anhalten. Aber auch wenn man es versuchen würde, Alexander Zverev derzeit aufzuhalten, dürfte auch ein schwieriges Unterfangen sein. Zu gut spielt der 20-Jährige zu Beginn der amerikanischen Hartplatzsaison. Auch in Montreal zieht der Deutsche ins Halbfinale ein.

Finalgegner aus Washington wieder keine Chance

Fast schon wie ein Tennisveteran zieht Alexander Zverev weiter seine Kreise. Derzeit hat die Nummer Acht ihr Tennis so weit stabilisiert, dass es auch in den schwächeren Momenten eines Matches, für die richtige Lösung reicht. Das durfte auch Kevin Anderson wieder erfahren. Nach dem Finale in Washington scheitert der Südafrikaner auch im Viertelfinale von Montreal an Zverev. Nur einmal konnte er seinem jungen Gegner den Aufschlag abnehmen, ehe dieser mit 7:5, 6:4 in die nächste Runde einzog.

 

Besonders der Gang zum Netz wird vom jungen Deutschen langsam aber stetig in sein Spiel integriert. Neben seinen Bemühungen auch die eigenen Emotionen noch besser unter Kontrolle zu kriegen, ist das eines der Dinge, die stetig Wirkung zeigt. Die Stabilität im Spiel des 20-Jährigen ist einer der Schlüssel für seinen derzeitigen Lauf.

 

Das Momentum mitnehmen

Klar, dass Alexander Zverev diesen Lauf natürlich auch weiterführen möchte. Er fühlt sich sichtlich wohl in seiner neuen Rolle als potentieller Titelsieger und hat auch mit der großen Bühne kein Problem. „Ich spiele gut in den größten Stadien der Welt“, sagte er nach seinem Sieg. „Also hoffentlich kann ich das auch in den nächsten paar Matches so machen“.

 


Seine nächste Runde wird allerdings eine sehr interessante werden. Da geht es gegen den erst 18-Jährigen Denis Shapovalov. Der junge Kanadier spielt in Montreal bis jetzt das Turnier seines Lebens und schaltet reihenweise bessere Spieler, unter anderem Rafael Nadal, aus. Das wird für den Deutschen eine neue Erfahrung werden, hier der Favorit zu sein, der sich gegen jemanden, der nichts zu verlieren hat, erwehren muss. Das Match ist als letztes auf dem Center Court angesetzt.

 

 

Alexander Zverev