Dominic Thiem und Rafael Nadal bestritten die letzten großen Sandplatz-Finals – wie weit kann es für beide in Roland Garros gehen?

Rafael Nadal und Dominic Thiem stehen derzeit definitiv auf der Sonnenseite des Herrentennis. Sowohl der Spanier als auch der Österreicher sind in exzellenter Form und standen sich in den beiden Finals von Barcelona und Madrid gegenüber.

In Rom geht es jetzt für beide Sandplatzcracks weiter – allerdings können sich die Top 10-Spieler über einen verspäteten Start freuen. Das Freilos und das Madridfinale sorgen dafür, dass Nadal und Thiem erst am morgigen Mittwoch ins Turnier am Foro Italico starten. Dominic Thiem bekommt es dabei erneut mit Pablo Cuevas zu tun, Rafael Nadal hat das Vergnügen mit Nicolas Almagro.


Allerdings sorgt das Draw in Rom dieses Mal dafür, dass es bereits im Viertelfinale zur Begegnung zwischen dem Österreicher und dem Spanier kommen kann. Dennoch – mit seinen Leistungen in den vergangenen Wochen ist auch bei Nadal der Respekt vor Thiem gewachsen. Der Spanier ist selbst einer derjenigen, der am härtesten auf der Tour arbeitet – und den gleichen Ruf hat sich auch der Österreicher gemacht.

„[Thiem] hat viel Potential“

„Er ist ein großartiger Spieler, oder?“, so Nadal in Rom am heutigen Dienstag.

„Er ist jung genug, dass er noch mindestens 10 oder 8 Jahre spielen kann. Das kommt ein wenig auf ihn an. Wenn er auf seinen Körper achtet und seinen Kalender im Jahr richtig wählt, dann wird er sicherlich mit im Gespräch sein, wenn es in den nächsten Jahren um die wichtigen Titel geht. Er hat viel Potential. Sein bester Untergrund ist wahrscheinlich Sand – und wenn ich auf einen Slam tippen müssen, den er gewinnen kann, dann ist das Roland Garros, oder? Aber wir werden sehen“, resümierte Nadal, bevor er mit einem Augenzwinkern hinzufügte: „Hoffentlich nicht dieses Jahr, aber wir werden sehen.“

Für Thiem geht es nach seinen beiden Finals in Spanien darum, sein aktuelles Level aufrecht zu halten und mit der richtigen Form und Frische nach Roland Garros zu fahren – auch wenn ihn die Worte des Spaniers natürlich ehren.

Congrats @rafaelnadal 🙂 Amazing week in Madrid!! #bamos #austrianflagphotobomb #mygame

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„Im Finale von Madrid habe ich gegen Rafa schon viel besser gespielt als noch in Barcelona. Bei so einem großen Turnier, bei dem fast all Spieler am Start sind, im Finale zu stehen ist fantastisch für mich.“, so Thiem im Vorfeld zum Turnier in Rom.

„Ich denke, Rafa ist sehr nahe dran an seinem besten Tennis. Alles, was er im Moment macht, ist ziemlich gut. Er ist super-schnell auf den Beinen, schlägt einen tollen Ball und meiner Meinung nach wird es sehr schwer ihn momentan auf Sand zu schlagen.“

„Bin gerade einfach sehr zufrieden“

Das merkt auch der Spanier selbst und er fühlt sich im Moment natürlich nach seinen drei letzten Turniersiegen pudelwohl auf dem Platz – auch wenn er nach der Frage, bei wie viel Prozent er denn im Moment sei, etwas strauchelte.

„Ich war noch nie wirklich gut in Mathematik“, lachte der Spanier. „Nein, ich weiß es nicht genau. Ich habe bereits drei Turnier auf Sand gewonnen, also spiele ich schon gut. Gerade bin ich einfach sehr zufrieden mit meinem Start in die Saison – nicht nur auf Sand. Auf jeder Oberfläche. Ich denke, ich spiele tolle Turniere auf fast allen Belägen seit Anfang des Jahres.“

Sowohl Nadal als auch Thiem beginnen das Turnier in Rom am morgigen Mittwoch.

Dominic Thiem

 

 

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