Die Super-Sandplatzsaison von Alexander Zverev geht weiter – in Rom erreicht der 20-Jährige sein erstes Masters-Halbfinale.

Turniersieg in München, Viertelfinale in Madrid, jetzt das Halbfinale in Rom.

Alexander Zverev spielt seit einige Wochen ganz großes Tennis und belohnt sich jetzt nach einem 7:6 6:1 über Milos Raonic mit dem bislang größten Halbfinale seiner Karriere.

Morgen geht es für den 20-Jährigen in der ewigen Stadt weiter – gegen John Isner aus den USA.


Umkämpfter erster Satz

Der Anfang des ersten Satzes ging häufig über den Aufschlag. Weder Zverev noch Raonic waren in der Lage, sich viele Breakbälle zu erkämpfen und bis 3:3 nahm das Match ohne große Dramatik seinen Lauf. Ab dem siebten Spiel begann die Partie allerdings an Fahrt aufzunehmen. Zverev nahm Raonic als erstes den Aufschlag ab, allerdings nur um im Anschluss direkt wieder den Vorteil abzugeben.

Raonic gelang es danach, ohne Schwierigkeiten seinen Aufschlag zu halten, während der DTB-Spieler beim 4:5 mehr zu kämpfen hatte und nur durch ein Overrule von Stuhlschiedsrichter Fergus Murphy einem 15-40 entging.

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Zverev berappelte sich von dem kurzen Loch schnell und nahm Raonic erneut den Aufschlag ab, nachdem dieser einen Vorhand-Volley nicht mehr im Feld unterbringen konnte. Der Deutsche schlug zum Satzgewinn auf, aber eine Inside Out Vorhand fand nur das Doppelfeld und im Anschluss segelte eine Rückhand Cross-Ball ins Aus. 6:6 – der Tie-Break musste entscheiden.

Dort geriet der 20-Jährige früh mit einem Mini-Break in Rückstand, nachdem ihm ein Stoppball misslang. Der 20-Jährige konnte den Rückstand aber wieder wettmachen, passierte den hochaufgeschossen Kanandier mehrfach erfolgreich am Netz und nachdem Raonic einen Rückhand Volley neben die Linie setzte, hatte Zverev seine ersten beiden Satzbälle beim Stand von 6-4 im Tie-Break. Gleich den ersten verwandelte der BMW Open-Sieger und sicherte sich den ersten Durchgang mit 7:6(4).

Zverev im Eiltempo

Mit dem Aufwind aus dem ersten Satz ließ der junge Deutsche danach nichts mehr anbrennen, war sowohl beim ersten als auch beim zweiten Aufschlag von Raonic immer erfolgreicher, der langsam seine Spur verlor. Der Hamburger hatte die Rallies im Griff und gab Raonic kaum noch eine Chance bei eigenem Aufschlag.

Nach einer Stunde und 31 Minuten konnte der Kanadier einen Notschlag mit der Vorhand nicht mehr über das Netz bringen und Zverev zog in sein erstes Masters-Halbfinale ein.

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Alexander Zverev

 

 

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