Während Philipp Kohlschreiber gegen Ricardas Berankis nicht antrat, gewann Jan-Lennard Struff sein Match gegen Thomas Fabbiano.

Aus einem deutschen Finale beim ATP-Turnier in St. Petersburg wird nichts. Philipp Kohlschreiber konnte zu seiner Partie gegen Ricardas Berankis auf Grund einer Krankheit nicht antreten. Auch die nächste Woche stattfindenden Shenzhen Open hat er bereits abgesagt. Aber trotzdem haben wir in St. Petersburg noch ein heißes Eisen im Feuer: Jan-Lennard Struff gewann nämlich sein Match gegen Thomas Fabbiano.


Vorteile für den returnierenden Spieler?

Thomas Fabbiano ist derzeit die Nummer 70 der Welt. So hoch bzw. niedrig stand der Italiener in seiner Karriere noch nie. Gegen Spieler auf ihrem Career-High zu treffen, ist meist kein gutes Matchup. Erst bei den US Open hat Fabbiano auf sich aufmerksam gemacht, weil er nach Siegen über John-Patrick Smith und Jordan Thompson bis in die dritte Runde einziehen konnte. Doch heute beim ATP-Turnier in St. Petersburg zog er gegen Jan-Lennard Struff den Kürzeren. Im ersten Satz zeigt uns das Ergebnis, dass der Italiener kein Land gesehen hat. Nach 32 Minuten ging der Satz mit 6:1 an Struff. Doch wie so oft täuschen die reinen Zahlen, denn der Durchgang war viel enger. Fabbiano konnte sich fünf Breakbälle erspielen und gewann insgesamt auch mehr Returnpunkte, doch bei eigenem Service schwächelte er zu oft. Früh wurde klar, dass ein Break-Vorsprung bei dieser Partie wohl nicht viel zu sagen hat.

Kaum Punkte über den zweiten Aufschlag – trotzdem Viertelfinale

Auch in Durchgang zwei setzte sich die Tendenz fort. Die Profis konnten sich viele Breakchancen erspielen. Der servierende Spieler schien kaum Vorteile zu haben. Im Gegenteil: In den ersten vier Games hagelte es sofort vier Aufschlagverluste. Die Quoten des ersten Aufschlags nahmen fürchterlich ab. Beide konnten sich gerade so um die 50 Prozent halten. Struff geriet in Schwierigkeiten, da er über den zweiten Aufschlag kaum Punkte gewann. Nur vier von 17 zweiten Aufschlägen führten ihn zu Punkten. Doch gegen Fabbiano sollte es heute reichen, weil der Italiener selbst mit seinem ersten Service nicht einmal die Hälfte aller Punkte einfahren konnte. Mit 6:4 sicherte sich Struff den Sieg über Fabbiano. Damit steht er im Viertelfinale von St. Petersburg. Dort wird er sich aber vor allem bei seinem eigenen Service um Klassen steigern müssen, denn sein nächster Gegner heißt vermutlich Jo-Wilfried Tsonga. Dessen ist sich Struff jedoch bewusst: „Ich muss mich sehr fokussieren und besonders meinen Aufschlag verbessern, verglichen mit dem zweiten Satz heute.“

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