Heute Abend trifft Alexander Zverev bei den ATP Finals auf Roger Federer. Wie stehen seine Chancen?

Schon zum sechsten Mal treffen heute Abend Roger Federer und Alexander Zverev aufeinander. Der Deutsche führt mit 3:2 – doch nun steht das wohl wichtigste der bisherigen Duelle auf dem Programm. Bei den ATP Finals in London konnten beide ihre Auftaktpartie siegreich gestalten. Mit einem zweiten Erfolg ist das Halbfinale fix. Zverevs Trainer Juan Carlos Ferrero sieht gute Chancen.


Ferrero glaubt an Zverevs Siegchance

Beim letzten Aufeinandertreffen bezwang Zverev Federer im Finale des Masters in Montreal glatt in zwei Sätzen. Nicht ohne Grund ist Trainer Juan Carlos Ferrero daher auch für das Match heute Abend optimistisch gestimmt: „Die Chancen stehen gut. Roger ist der beste Spieler der Geschichte. Er gewinnt fast jedes Spiel. Aber eines der vier Matches, die er in diesem Jahr verloren hat, war gegen Sascha. Sascha weiß, dass er eine Chance haben wird, wenn er sein Bestes gibt.“ Sein Bestes wird Zverev sicher geben. Schließlich steht der Einzug ins Halbfinale bevor. Ferrero weiß, wie das gelingen könnte: „Roger versucht immer, das Match unter seine Kontrolle zu bringen. Deshalb muss er gut servieren, das ist eine große Waffe von Sascha. Und von der Grundlinie muss er den Ball so hart schlagen, wie er kann.“ Dabei zur Seite stehen wird ihm der Spanier nicht nur heute Abend. Denn gestern wurde bekannt, dass Ferrero auch 2018 an der Seite Zverevs stehen wird.

Aggressiv spielen, wenig Fehler machen

Ein Roger Federer ist schwer zu schlagen. Doch Juan Carlos Ferrero hat mit seinen Aussagen bereits angekündigt, wohin die Reise geht. Zverev wird von Anfang an Druck machen und Federer in die Defensive zwingen. Nur so kann der Schweizer an seinem eigenen Spiel gehindert werden. Läuft das Schweizer Uhrwerk, gibt es kaum einen Ausweg. Auch wenn Federer seine Auftaktpartie gegen Jack Sock problemlos gewinnen konnte, steht er nach seiner kleinen Pause vielleicht noch nicht wieder voll im Saft. Schlägt der Deutsche gut auf und hält seine Unforced Errors in Grenzen, so könnte er die Kontrolle an sich reißen und das Match siegreich gestalten. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass keiner der beiden wirklich das Spiel kontrollieren kann. Zu stark ist der Gegenüber, zu groß der gegenseitige Respekt. Wie so oft wird auch die Tagesform den Ausschlag geben.

Wiedersehen im Finale?

Es ist sicher richtig, dass die Partie gegen Federer für Zverev die bislang wichtigste ist. Aber so oder so ist nicht unwahrscheinlich, dass am Ende beide Profis das Halbfinale erreichen werden. Da in der anderen Gruppe mit Rafael Nadal der stärkste Spieler nicht mehr antreten wird, wäre für beide auch ein Sieg im Halbfinale nicht weit. Partien müssen erst gespielt – und vor allem auch gewonnen – werden, doch es ist durchaus möglich, dass sich beide im Finale wieder sehen werden. Doch daran wird Alexander Zverev heute gewiss nicht denken. Zunächst gilt es, das Weiterkommen in der Gruppenphase zu sichern. Ein Sieg gegen Roger Federer würde in dieser Hinsicht definitiv weiterhelfen.

Wie gut kennst du die Tennisplätze der Welt? Finde es in unserem Quiz heraus!