Auch Jan-Lennard Struff scheidet im Halbfinale aus.

Philipp Kohlschreiber hat die Finalteilnahme beim Turnier im neuseeländischen Auckland verpasst. Beim 250er-Turnier auf der Nordinsel Neuseelands unterlag er im Halbfinale dem Amerikaner Tennys Sandgren (ATP 61) glatt in zwei Sätzen mit 4:6, 2:6.

Kohlschreiber lässt frühe Chancen liegen

Dabei war es die deutsche Nummer 34 der Welt, die besser ins Spiel kam. Direkt zu Beginn erarbeitete sich der Augsburger gleich drei Breakchancen, die Sandgren allerdings allesamt zunichtemachte. Dann schwächelte Kohlschreiber, der in Auckland schon 2008 den Titel geholt hatte und 2013 noch einmal im Finale stand, bei eigenem Aufschlag ausgerechnet in der Entscheidungsphase des ersten Satzes. Sandgren nutzte diese Schwächephase, der Aufschlagverlust des Deutschen war gleichbedeutend mit dem Satzgewinn für den US-Amerikaner.

In Satz zwei dominiert Sandgren

Im zweiten Durchgang wurde dann mehr und mehr deutlich, dass heute Sandgren über die größeren spielerischen Mittel verfügte. Teilweise spielte er mit „Kohli“ Katz und Maus, lockte holte ihn ans Netz und überlobte ihn anschließend unerreichbar.

Und auch wenn Kohlschreiber einmal selbst am Drücker war und den Ballwechsel dominierte, fand sein Gegner heute zu oft die richtige Antwort.

So erspielte sich Sandgren, der ab der nächste Woche in Melbourne viele Punkte aus seiner letztjährigen Viertelfinalteilnahme zu verteidigen hat, fast zwangsläufig ein nächstes Break zum 3:1. Von diesem Rückstand erholte sich Kohlschreiber nicht mehr. Ein weiteres Break gegen den 35-Jährigen beim Stand von 5:2 für Sandgren besiegelte seine Niederlage.

Trotz Satzausgleich kein Happy-End für Struff

Auch für den zweiten deutschen Halbfinalteilnehmer sollte es heute in Auckland kein Happy-End geben. Dabei schaffte Jan-Lennard Struff (ATP 57) gegen den britischen Wildcard-Spieler Cameron Norrie (ATP 90) nach einem verlorenen ersten Durchgang mit teilweise spektakulären Schlägen den Satzausgleich.

Im entscheidenden dritten Durchgang war es dann aber der Linkshänder von der Insel, der früh im Satz ein Break schaffte und dieses auch erfolgreich bis zum Matchgewinn transportierte. Am Ende musste sich Struff mit 5:7, 6:4, 3:6 geschlagen geben.

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