Glatter Zweisatzsieg über die Slowenin Polona Hercog.

Die deutsche Boulevard-Presse hatte im Vorfeld mit Anspielung auf die großflächigen Tätowierungen der Polona Hercog (WTA 92) versucht, mit dem Begriff „Totenkopf-Frau“ für so etwas wie Angst und Schrecken zu sorgen. Falls Angelique Kerber sich in irgendeiner Weise von Tattoos im Allgemeinen oder Totenschädel im Besonderen beeindrucken lässt, konnte sich das heute sehr gut verbergen. Die deutsche Nummer zwei der Setzliste siegte gegen ihre slowenische Gegnerin klar mit 6:2, 6:2.

Kerber kommt gut in die Partie

Von Anfang an nahm die Siegerin von 2016 das Heft im Glutofen Rod Laver Arena in die Hand. Ihr konzentriertes Auftreten verbunden mit diversen wilden Schwingern der Gegnerin sorgte schnell für klare Verhältnisse im ersten Satz, die sich in zwei Breaks zugunsten der Favoritin manifestierten. Nach 38 Minuten war der erste Durchgang mit 6:2 erfolgreich eingefahren.

Auch der zweite Satz läuft schnell Richtung Kerber

Im zweiten Satz bot sich über weite Strecken das gleiche Bild. Eine souveräne Kerber, die unter den Augen ihres neuen Trainers Rainer Schüttler selten durch Hercogs eigentlich variable Spielanlage in Schwierigkeiten gebracht werden konnte, holte sich auch im zweiten Durchgang ein frühes Break. Kerber spielte ruhig und gelassen ihren Stiefel runter, während der Gegnerin im Bemühen ins Spiel hinein zu finden zu viele Fehler unterliefen.

Kerber geriet so in keiner Phase in die Gefahr, in diesem Match in Schwierigkeiten zu kommen. Vielmehr konnte die Weltranglistenzweite befreit aufspielen und immer wieder ihre bei unter Schüttler veränderter Aufschlagbewegung höhere Geschwindigkeit beim Service demonstrieren.

„Ein spezieller Court für mich“ 

Im Anschluss an das match war Kerber natürlich gut gelaunt. Und hob beim On-Court-Interview hervor, dass die Rod Laver Arena als Stätte ihres ersten ganz großen Triumphs immer etwas Besonderes für sie sein wird: „Es ist ein spezieller Court für mich, hier habe ich meinen ersten Grand-Slam-Sieg gefeiert und nur die besten Erinnerungen daran.“ Überhaupt fühlt sie sich in Melbourne pudelwohl: „Ich genieße hier jeden Moment auf- und abseits des Platzes. Es fühlt sich einfach großartig an.“

Egal auf welchem Platz: In der nächsten Runde ist Kerber erneut die ganz große Favoritin. Denn dort spielt sie gegen die Nummer 195 der Weltrangliste, die Brasilianerin Beatritz Haddad Maia.

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