Ausgeglichenes Feld – ein weiter Weg für Kerber und Görges.

Wer tritt die Nachfolge von Caroline Wozniacki an? Ein Blick auf die gesetzten Damen der Australian Open 2019 zeigt, dass Prognosen im Vorfeld kaum möglich sind. Sollten sich bis zum Start keine Spielerinnen verletzen, werden nämlich die Top 32 der aktuellen WTA-Weltrangliste in Melbourne an den Start gehen. Das Feld ist offener denn je – auch weil mit Serena Williams eine Titelfavoriten zurückkehrt, die im Vorjahr aufgrund ihrer Babypause aussetzte.

US-Power bei den Australian Open von Williams und Osaka

Früher genügte ein Blick auf die Setzliste, um die US-Amerikanerin sofort auszumachen. Aufgrund ihrer langen Tennis-Abstinenz im vergangenen Jahr muss man diesmal ein wenig weiter runterscrollen, um den Namen Serena Williams zu erblicken. Die 37-Jährige ist an #16 gesetzt, was nicht nur ihren Weg zum Triumph erschweren könnte. Auch die Topgesetzten könnten es bereits früh mit der Frau zu tun bekommen, die ihren 24. Grand-Slam-Titel anstrebt. Sollte ihr das gelingen, würde sie mit Rekordhalterin Margaret Court gleichziehen.

Nachdem sich Williams bereits bei den US Open bis ins Finale fighten konnte, gehört sie natürlich zu den Spielerinnen, die es bei den Australian Open zu schlagen gilt. Ähnlich verhält es sich auch mit der Siegerin von „Flushing Meadows“, Naomi Osaka. Sie ist an Position vier gesetzt und dürfte daher zunächst machbare Gegnerinnen bekommen.

Gute Chancen für DTB-Spielerinnen

Mit großer Spannung verfolgen auch die deutschen Tennis-Fans den Start ins neue Jahr. Angelique Kerber wird das Tableau als Weltranglistenzweite von unten anführen. Ein Duell mit der topgesetzten Simona Halep ist daher erst im Finale möglich. Julia Görges geht an Position #14 an den Start. Nach ihrem Sieg in Auckland gehört sie sicherlich zu den Geheimfavoriten und hat gute Chancen, sich auch in Kracher-Matches durchzusetzen.

Vorjahressiegerin Wozniacki, die sich 2018 in einem spannenden Endspiel gegen Halep behaupten konnte, geht mit der „Startnummer“ drei ins Rennen und hofft auf einen ähnlichen Durchmarsch wie im Vorjahr.

Zudem sollte man ein Auge auf Elise Mertens (#12) aus Belgien werfen, die im vergangenen Jahr klammheimlich bis ins Halbfinale vordrang. Ein großer Name des Tennissports ist in der Setzliste an Position #30 zu finden: Maria Sharapova. Die Spanierin Garbiñe Muguruza (immerhin zweimalige Grand-Slam-Siegerin) ist nur an #18 gesetzt. Die australischen Fans hingegen hoffen auf starke Leistungen der an #15 gesetzten Lokalmatadorin Ashleigh Barty.