Sechs deutsche Damen und auch Herren sind sicher dabei.

Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres wirft seine Schatten voraus. Nicht nur, dass die allermeisten Top-Profis schon jetzt wieder intensiv trainieren, um sich ab dem 14. Januar 2019 in Topform präsentieren zu können. Auch die ersten Entscheidungen, nämlich wer sich überhaupt seiner Hauptfeld-Teilnahme sicher sein kann, sind jetzt nach Schließung der sogenannten Entry-List gefallen.

Aus deutscher Sicht bedeutet das, dass sich sowohl sechs deutsche Damen als auch ein halbes Dutzend deutsche Herren für die direkte Teilnahme an den Australian Open qualifiziert haben.

Ein halbes Dutzend  DTB-Herren und ein Serbe ohne Weltranglistenpunkte

Bei den Herren wird die Schar der DTB-Profis natürlich vom ATP-Finals-Champion Alexander Zverev (ATP 4) angeführt. Neben seinem Bruder Mischa (ATP 69) haben auch noch Philipp Kohlschreiber (ATP 34), Jan-Lennard Struff (ATP 57), Peter Gojowczyk (ATP 59) und Maximilian Marterer (ATP 74) den Cut erreicht. Der liegt in diesem Jahr bei Rang 102, der dort platzierte Italiener Thomas Fabbiano ist damit der letzte Profi, der den sicheren Sprung ins Hauptfeld noch so gerade geschafft hat.

Komplettiert wird das Feld der 104 direkt qualifizierten Profis nämlich noch durch den Schotten Andy Murray (ATP 259) und den Serben Janko Tipsarevic (aktuell sogar ganz ohne Weltranglistenpunkte), die jeweils über ihr nach langer Verletzungspause gewährtes „Protected Ranking“ ins Turnier gelangen.

Siegemund greift auf ihr Protected Ranking zurück

Genau so ist auch eine der sechs weiblichen deutschen Profis auf die Meldeliste gekommen. Laura Siegemund hat sich nach ihrer schweren Knieverletzung zwar schon wieder bis auf Weltranglistenplatz 116 hoch gespielt. Sie  hätte damit das Hauptfeld in Melbourne aber noch verpasst. Ihr geschützter Ranglistenplatz 34 hievt sie aber genau wie Timea Bacsinszky aus der Schweiz und die US-Amerikanerin Bethany Mattek-Sands ins Turnier. Damit gesellt sie sich zu Angelique Kerber (WTA 2), Julia Görges (WTA 14), Andrea Petkovic (WTA 64), Tatjana Maria (WTA 73) und Mona Barthel (WTA 79), die sich allesamt auf die Punkte verlassen konnten, die sie im letzten Jahr erspielt haben.

Wildcards für Tsonga und Sock

Aufgefüllt werden die Teilnehmerfelder der jeweils 128 weiblichen und männlichen Profis in den Einzelwettbewerben jetzt noch durch die erfolgreichen Qualifikanten sowie die Spielerinnen und Spieler, an die eine Wildcard vergeben wird. Was die betrifft, wurden auch schon erste Spieler benannt. Im Herrenbereich profitieren dabei zwei bekannte Profis.

Der französische Tennisverband hat „seine“ Wildcard an Jo-Wilfried Tsonga (ATP 258), den Melbourne-Finalisten von 2008 vergeben. Und bei den Amerikanern, die ihre Australian-Open-Wildcard nach den Ergebnissen der Spielerinnen und Spieler auf Hardcourt im Spätherbst vergeben, hat sich mit Jack Sock doch noch ein Spieler nach Melbourne „gemogelt“, dem nach einem katastrophalen Einzel-Jahr 2018 und dem Absturz auf Platz 107 eigentlich die Qualifikations-Mühle geblüht hätte.

Tennis-Point.de