Dieser Typ kann es einfach nicht normal. Und dafür lieben wir ihn alle. Dustin Brown sorgt in der Quali für ein echtes Spektakel.


Zehnten Matchball verwandelt

Im „Halbfinale“ der Australian-Open-Qualifikation musste der Tennis-Entertainer gegen den Chinesen Di Wu ran. Keine leichte, aber eine durchaus machbare Aufgabe für Brown. Doch zunächst lief es gar nicht nach Plan, denn er verlor den ersten Durchgang mit 3:6.

Der zweite Durchgang sollte dann schon einen kleinen Vorgeschmack darauf geben, wie unnormal Matches mit der Beteiligung von „Dreddy“ verlaufen können. Dank eines Breaks zum 3:1 schlug Brown beim 5:3 zum Satzgewinn auf, musste aber ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt das erste Break im zweiten Satz hinnehmen. Doch statt Frust zu schieben, gelang ihm direkt das Rebreak zum Satzausgleich.

Im finalen dritten Durchgang konnten beide Spieler ihren Aufschlag bis zum Tiebreak durchbringen. Wu allerdings letztlich nur unter größter Bedrängnis, denn beim 6:5 vergab Brown gleich zwei Matchbälle. Dann sollte es dramatisch werden: 6:5 im Tiebreak für Dustin, Matchball – abgewehrt. 7:6 Brown, Matchball – abgewehrt. 8:7 Wu, Matchball – abgewehrt. Insgesamt hatte der Chinese viermal die Chance, das Spiel zu beenden. Bei Brown musste zum Schluss gar der zehnte Matchball herhalten, um das 18:16 perfekt zu machen. Letztlich hieß es 3:6, 6:4, 7:6 aus der Sicht des Deutschen.

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Der Endspielgegner lautet Stefan Kozlov. Der Amerikaner verhinderte ein rein deutsches Duell, in dem er Yannick Hanfmann in einem weiteren Krimi besiegte. Nach drei packenden Sätzen hieß es 6:4, 6:7, 4:6 aus Sicht des DTB-Profis. Auch Tobias Kamke ist ausgeschieden, er verlor glatt gegen den Amerikaner Kudla mit 2:6, 5:7. Matthias Bachinger bestreitet sein zweites Match am Freitag gegen den Australier Duckworth.

Auch Lottner mit einem packenden Match

Bei den Damen ist mit Antonia Lottner nur eine DTB-Spielerin in der Quali mit dabei. Dass dies immer noch so ist, hatte die 21-Jährige ihren starken Nerven zu verdanken. Gegen die Italienerin Chiesa lag Lottner bereits mit 2:6, 4:5 hinten und hatte beim Aufschlag der Gegnerin insgesamt drei Matchbälle gegen sich, die sie alle abwehren konnte. Sie rettete sich in den Tiebreak, gewann diesen und ließ einen erfolgreichen dritten Satz zum 2:6, 7:6, 6:3 folgen.

In der kommenden Runde wartet allerdings eine schwere Aufgabe. Es geht gegen die Russin Blinkova. Die Nummer 139 der Welt schaltete in ihrem Match mit Robert Vinci eine ehemalige Top-Ten-Spielerin mit 6:3, 6:2 aus.


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