Matchball abgewehrt und gewonnen: Marin Cilic triumphiert im Londoner Queen’s Club.




Djokovic kann den Sack nicht zumachen

Die titellose Zeit für Novak Djokovic geht weiter. Knapp zwölf Monate nach seinem letzten Turniersieg in Eastbourne hatte der ehemalige Weltranglistenerste bereits eine Hand am Pokal. Doch Marin Cilic gab den Spielverderber. Nach Abwehr eines Matchballs gewann der topgesetzte Kroate das Finale von Queen’s mit 5:7, 7:6 (4) und 6:3. Es war erst sein zweiter Sieg im 16. Vergleich mit dem „Djoker“.

Der Vorjahresfinalist, der im Londoner Queen’s Club bereits im Jahr 2012 triumphierte, konnte seiner Favoritenrolle jedoch nur phasenweise gerecht werden. Den knallharten Treibschlägen des Weltranglistensechsten begegnete Djokovic mit hervorragender Beinarbeit. Breakchancen hatte allerdings zunächst nur der US-Open-Champion von 2014. „Nole“ blieb standhaft. Nachdem er fünf Gelegenheiten vereitelte, war der 31-Jährige mit dem Break zum 7:5 selbst zur Stelle.

Cilic mit großer Energieleistung

Im zweiten Satz ließ der zwölffache Grand-Slam-Sieger bei eigenem Aufschlag überhaupt nichts anbrennen. Cilic zeigte Wirkung. Die Fehlerquote des 1,96-Meter-Hünen schnellte in die Höhe, während Djokovic mit großartigen Returns den Druck erhöhte. Doch der Australian-Open-Finalist gab nicht klein bei. Den Matchball des Serben wehrte Cilic per Service-Winner ab. Mit grimmiger Entschlossenheit zu allem bereit, ließ er sich auch vom 1-4-Rückstand im Tiebreak nicht schocken. Nach einem Doppelfehler des Weltranglisten-22. wendete sich das Blatt. Cilic erhöhte nochmals den Druck und gewann einen Satz, den sein Gegner über weite Strecken dominiert hatte.

Das Momentum wechselte in der Entscheidung endgültig die Seiten. Cilic war nun auch in den längeren Ballwechseln im Vorteil. Die Körpersprache tat ihr Übriges. Mit dem Break zum 5:3 war Djokovics Widerstand gebrochen, der nun einsehen musste, dass er sein 99. ATP-Finale nicht mehr gewinnen kann. Mit einem weiteren Service-Winner holte sich der Wimbledon-Finalist von 2017 nach knapp drei Stunden den hart erkämpften Sieg.

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