Sensation in Halle! Borna Coric besiegt Roger Federer im Finale der Gerry Weber Open.




Kein zehnter Triumph für Roger Federer in Halle! Kein 99. Karriere-Titel für den „Maestro“! Borna Coric stürzt den Titelverteidiger mit einer großartigen Leistung im ersten Rasenfinale seiner Karriere. Mit 7:6 (6), 3:6 und 6:2 setzte sich der Kroate gegen den Rekordsieger von Halle durch. Damit muss Federer die Spitzenposition im Ranking wieder an Rafael Nadal abtreten. Es war die erste Niederlage des Schweizers auf Gras, nachdem er zuvor 20 Matches in Folge auf diesem Belag gewinnen konnte.

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Federer verliert ersten Tiebreak in dieser Woche

Coric zeigte keine Anzeichen von Nervosität. Mit seiner starken Rückhand und dem deutlich verbesserten Aufschlag agierte der 21-Jährige von Beginn an auf Augenhöhe. Auch „FedEx“ konnte sich zunächst steigern. Im Vergleich zu seinen wackligen Auftritten gegen Benoit Paire und Matthew Ebden wirkte er fokussierter – zumindest in der Anfangsphase.

Als beide im ersten Durchgang auf die Zielgerade einbogen, ließ der Schweizer die nötige Konsequenz vermissen: Nach einem vergebenen Breakball zur möglichen 6:5-Führung musste die Entscheidung im Tiebreak fallen. Dort konnte sich Federer im Verlauf der Woche dreimal behaupten. Diesmal kam es anders: Coric wehrte den ersten Satzball mit einem Urschrei ab. Nachdem der Kroate auch die zweite Chance des Titelverteidigers vereiteln konnte, schlug er eiskalt zu.

Der Favorit wackelte, doch er fiel (noch) nicht: Federer hob sein Niveau im zweiten Satz vor allem als Rückschläger an. Nach zwei vergebenen Breakchancen im Mittelabschnitt war der 36-Jährige beim Stand von 4:3 endlich zur Stelle. Allerdings half Coric auch kräftig mit, indem er einen gut spielbaren Volley ins Netz setzte.

Coric stürzt den Rasenkönig

Die große Überraschung konnte Federer dennoch nicht abwenden. Im Finaldurchgang war Coric wieder der bessere Spieler, auch weil der Eidgenosse nun seinen Anstrengungen der letzten Tage Tribut zollen musste. Das Break zum 4:2 kam einer Vorentscheidung gleich. Als Federer wenig später am Netz patzte, durfte der Außenseiter über den größten Triumph seiner Karriere jubeln.

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