Kroatien kann seine Aufholjagd nicht krönen.



Die USA können ihre Hoffnung auf das Davis Cup-Finale am Leben erhalten. In einem spannenden Fünf-Satz-Krimi setzen sich Mike Bryan und Ryan Harrison gegen Ivan Dodig und Mate Pavic durch. Das kroatische Duo hatte durch eine Aufholjagd das Doppel noch einmal spannend gemacht.

USA legen vor

Schon bevor der erste Ball gespielt wurde, hatte man sich von diesem Doppel einiges erhoffen können. Standen doch auf beiden Seiten Spieler, die im Doppel schon mindestens einen Grand Slam-Titel für sich entscheiden konnten. Aber auch die Ausgangslage machte die Situation noch einmal extra spannend. Während den Kroaten nach Freitag nur noch ein Punkt zum Davis Cup-Finale fehlte, mussten die US-Amerikaner dieses Match gewinnen, um überhaupt noch eine Chance zu haben.

Entsprechend fokussiert legten Bryan und Harrison los und konnten sich, wenn auch knapp, die ersten beiden Sätze sichern. Nur noch ein Satz trennte sie vom Anschlusspunkt. Doch dann drehte sich das Kräfteverhältnis um. Dodig und Pavic legten einen famosen dritten Satz ein und robbten sich langsam an die Gegner heran. Die verloren ihre Linie und mussten sich nach einer 2:0-Satzführung auf einmal damit auseinandersetzen, nun im fünften Satz zu stehen.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Auch im entscheidenden Durchgang sind es wieder die US-Amerikaner, die zuerst die Nase vorn haben. Das Break ist aber schnell wieder verloren und von 2:2 an, wurde das Match zu einem Nervenkitzel in bester Davis Cup-Manier. Keiner wollte klein beigeben und so musste, völlig verdient für das Match, ein Tiebreak am Ende entscheiden. Erst hier behalten Mike Bryan und Ryan Harrison knapp die Nase vorn und setzen sich nach fast fünf Stunden Spielzeit mit 7:5, 7:6(6), 1:6, 6(5):7, 7:6(5) gegen Ivan Dodig und Mate Pavic durch.

Damit müssen die Einzel am Sonntag entscheiden, wer Frankreich ins Finale folgt. Die Franzosen konnten im Gegensatz zu Kroatien ihr Doppel gewinnen und somit vorzeitig den entscheidenden dritten Punkt zum Sieg holen.