Dass auch die Kleinsten etwas ganz Großes in ihren Leben erreichen können, zeigt wohl kein besserer als Diego Schwartzman.

„Wenn du nur drei oder vier Zentimeter größer warst…“ – ein Satz den Diego Schwartzman während seiner Kindheit von vielen Coaches und Freunden zu hören bekam. Aber genau diesen Kritikern hat es der 1,70 Meter kleine Argentinier spätestens im letzten Jahr bewiesen, dass es auch die Kleinsten ganz hochhinaus schaffen. Eine bemerkenswerte Geschichte die höchsten Respekt verdient!


Als der kleine Diego Schwartzman zur Welt kam, wusste seine Mutter bereits, dass er etwas ganz Besonderes ist. Nicht umsonst benannte sie ihren Sohn nach der argentinischen Fußball-Legende Diego Maradonna, der es ebenfalls gerade einmal auf 1,65 Meter bringt. Aber seine Mutter war zu Beginn seiner Karriere, die Einzige die an ihren Sohn glaubte. Im Alter von 13 Jahren, sagte eine Doktor zu Diego Schwartzman, dass er niemals über 1,70 Meter groß werde. Damals brach für den kleinen Jungen eine Welt zusammen:

Ich werde kein Tennis mehr spielen

Seine Mutter Silvana war in dieser Zeit seine größte Motivation und Stütze.

Er sagte mir, dass er niemals etwas erreichen werde in seinem Leben, wenn der Doktor Recht habe. Ich sagte Diego, dass es falsch ist und seine Größe keinen Einfluss auf seine Träume hat, weil ich seit seiner Geburt wusste, dass er etwas ganz Besonderes wird. Ich habe ihn angetrieben weiter zu kämpfen.

Seinen Traum von Tennisprofi konnte sich der Argentinier allerdings nicht ohne finanzielle Unterstützung seiner Familie erfüllen – und die taten alles um seine Karriere zu unterstützen. Mit dem Verkauf von kleinen Armbändern aus Gummi, die Diego und seine Mutter auch während Turnieren verkauften, finanzierte die Familie die Hotels. Diego Schwartzman lernte schon früh, was es heißt für seinen Traum zu kämpfen.

Alles wurde viel mehr wertgeschätzt, aufgrund den Dingen die wir durchgemacht haben. Ohne die Mühe von uns Allen, seinem Vater, seinen Brüdern und Schwester, hätte er es niemals dahin geschafft, wo er jetzt steht.

Spätestens im vergangenen Jahr hat sich sein Glaube an sich selbst ausgezahlt: Diego Schwartzman ist der kleinste Spieler, der jemals das Viertelfinale eines Grand Slam Turnieres erreicht hat, schaffte erstmals den Sprung in die Top-25 und erspielte sich 2017 1,5 Millionen US-Dollas Preisgeld.

Schwartzman scheitert vor heimischen Kulisse im Viertelfinale

Aktuell schlägt Diego Schwartzman beim ATP-250er Turnier in Buenos Aires auf. Der Argentinier, an Position fünf gesetzt, überstand die erste Runde ohne große Mühe, musste sich aber bereits im Achtelfinale schon mächtig strecken und gegen Thomaz Belulucci über drei Sätze gehen. Im Viertelfinale unterlag er dann dem ungesetzten Slowenen Aljaz Bedene (#51) in zwei Sätzen. Trotz des frühen Aus dürfen die heimischen Fans ihren Landsmann noch weiter bestaunen – und zwar an der Seite von Dominic Thiem in der Doppelkonkurrenz. Dort steht das Duo überraschend im Halbfinale und trifft auf die Topgesetzte Paarung Cabal/Farah aus Kolumbien.

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