„RBA“ spielt sich in einen Rausch.

Zweimal kam Novak Djokovic in dieser Woche mit dem Schrecken davon. Gegen Marton Fucsovics und Nikoloz Basilashvili konnte der Weltranglistenerste das vorzeitige Aus noch in drei Sätzen abwenden. Nicht so im Halbfinale gegen Roberto Bautista Agut. Trotz Satzführung musste sich der Serbe bei stürmischen Bedingungen mit 6:3, 6:7 (6), 4:6 geschlagen geben.

Bautista Agut gelingt Mega-Comeback 

Es war die zweite Niederlage im neunten Vergleich mit dem Spanier, der vor allem in den Sätzen zwei und drei überragend spielte. Im Endspiel trifft er auf den Sieger der Partie zwischen Tomas Berdych und Marco Cecchinato, die im Anschluss den Platz betreten.

Im ersten Satz war daran noch nicht zu denken. „RBA“ agierte zwar sehr solide von der Grundlinie, den größeren Druck erzeugte allerdings der 14-fache Grand-Slam-Sieger. Djokovic nahm seinem Widersacher gleich zu Beginn den Aufschlag ab und transportierte das Break anschließend sicher bis zum Satzgewinn. Die Anzahl der Gewinnschläge (14:6 pro Djokovic in Satz eins) waren ein deutlicher Indikator dafür, dass der Branchenprimus das Heft des Handelns fest in der Hand hielt.

Daran sollte sich auch im zweiten Durchgang zunächst nicht viel ändern, ehe Bautista Agut die Gegenwehr erhöhte. Der wieselflinke Iberer brachte Djokovic nun auch bei dessen Aufschlagspielen in Bedrängnis. Und der zeigte Wirkung. Nach dem Break zum 4:3 musste der 31-Jährige sein Service postwendend wieder abgeben.

Djokovic wird überrollt

Es sollte noch schlimmer kommen aus der Sicht des zweifachen Doha-Champions: Gegen einen in dieser Phase wie entfesselt aufspielenden Bautista Agut konnte sich der Serbe noch gerade so in den Tiebreak retten. Nach Abwehr von vier Satzbällen war aber auch der „Djoker“ mit seinem Latein am Ende – „RBA“ hatte sich den Ausgleich redlich verdient.

Wer nun dachte, dass das Zwischenhoch des Spaniers schnell wieder abflauen würde, sah sich getäuscht. Bautista Agut nahm dem Favoriten auch zu Beginn des Entscheidungssatzes den Aufschlag ab und setzte nach. Während Djokovic verzweifelt versuchte die Kontrolle über das Match zurückzugewinnen, blieb die Nummer 24 der Welt cool. Nach 2:35 Stunden durfte er sich über einen der größten Siege seiner Karriere freuen. Was für ein Comeback!

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