Nach knapp zwei Jahren Pause steht Novak Djokovic wieder in einem Grand-Slam-Halbfinale.




Djokovic beendet Durststrecke

Lang, lang ist es her, dass Novak Djokovic den Einzug in die Vorschlussrunde eines Majors geschafft hat. Seit den US Open 2016 war dies nicht mehr der Fall. Nun ist der Bann gebrochen. Im ersten Viertelfinale auf dem Centre Court setzte sich der Serbe mit 6:3, 3:6, 6:2 und 6:2 gegen Kei Nishikori durch. Abgesehen von einer Schwächephase im zweiten Satz durfte am Ende der komplettere Spieler jubeln.

In der Anfangsphase bereitete dem „Djoker“ die blendende Sonne mehr Mühe als sein Gegner. Djokovic agierte zwingender. Mit seiner herausragenden Beinarbeit erarbeitete sich der Mann aus Belgrad die schnelle 3:1-Führung, die er allerdings umgehend wieder aus der Hand gab. Nishikori kam ran, aber nicht vorbei: Ein unkonzentriertes Aufschlagspiel des ehemaligen US-Open-Finalisten leitete die Vorentscheidung im ersten Satz ein. Anschließend gab sich der 31-Jährige keine Blöße mehr und servierte sicher aus.

In der Folge ließ der ehemalige Weltranglisten-Erste allerdings die nötige Konsequenz vermissen. Nachdem Djokovic vier Breakbälle vergeben hatte, bestrafte ihn der Japaner gleich im ersten Versuch. In dieser Phase verpasste es der dreifache Wimbledon-Sieger, mehr aus den vergleichsweise langsamen Aufschlägen seines Kontrahenten zu machen. Trotz Ellbogenproblemen sicherte sich Nishikori den Satzausgleich mit einem knallharten Vorhand-Winner.

Nishikori gibt Vorteil aus der Hand

Das Momentum konnte der Asiate bis Mitte des dritten Satzes konservieren, danach riss der Faden. Beim Stand von 2:2, 0-40 machte Djokovic drei Breakbälle in Folge zunichte und präsentierte Nishikori anschließend die Rechnung. Plötzlich war die alte Sicherheit zurück. Nachdem sich „Nole“ die 2:1-Satzführung gesichert hatte, lief (fast) alles wie am Schnürchen.

Nur Anfang des vierten Satzes wackelte der zwölffache Major-Champion noch mal kurz. Nach dem Break zum 0:1 zog Djokovic gnadenlos durch: 1:1, 2:1, 3:1, 4:1, 4:2, 5:2, 6:2. Nun heißt es zurücklehnen und warten. Juan Martin del Potro und Rafael Nadal spielen im Anschluss den Halbfinal-Gegner des Serben aus.

Wie gut kennst du die Tennisplätze der Welt? Finde es in unserem Quiz heraus!

© by WhatsBroad