Rekordsieger holt sich auswärts in Weißrussland den achtzehnten Fed Cup-Titel.

Siebzehn Jahre nach ihrem letzten Erfolg holen sich die USA erneut den Titel beim Fed Cup. Das Team von Chefin Kathy Rinaldi siegt mit einem 3:2 über Weißrussland. Damit sind die USA zum achtzehnten Mal Sieger des Nationenvergleichs. Für Sloane Stephens, Coco Vandeweghe, Shelby Rogers und Alison Riske ist es jeweils der erste Fed Cup-Titel.

 

Vandeweghe führt die Mannschaft

Besonders Coco Vandeweghe hat einen großen Teil zu diesem Sieg beigetragen. Ihre beiden Einzel und die Performance im Doppel brachten die Punkte für den späteren Titelgewinn. Alleine sowohl gegen Aliaksandra Sasnovich als auch gegen Aryna Sabalenka ließ die Nummer 10 der Welt nichts anbrennen. Aber auch im entscheidenden Doppel mit Shelby Rogers war Vandeweghe eine tragende Säule. Unglücksrabe des Wochenendes war hingegen Sloane Stephens. Die US Open-Siegerin musste zwei Dreisatz-Niederlagen einstecken. Dabei hatte sie in ihrem zweiten Match gegen Sasnovich schon zum Titel aufgeschlagen. Stephens bleibt nach ihrem Grand Slam-Erfolg also weiterhin sieglos.

 

 

Weißrussland mit gutem Auftritt

Trotz der Niederlage kann aber auch Weißrussland mit seiner Leistung sehr zufrieden sein. Das Team um Trainer Eduard Dubrou hat sich nicht nur ohne Spitzenspielerin Viktoria Azarenka ins Finale gekämpft, sondern dort auch einen großen Kampf geliefert. Besonders die junge Aryna Sabalenka hat gezeigt, was in ihr steckt. Am ersten Tag brachte sie mit ihrem Dreisatzsieg gegen Sloane Stephens den Punkt zum Ausgleich. Heute stellte die 19-Jährige besonders im ersten Satz auch Coco Vandeweghe vor einige schwere Aufgaben.

Aber auch Sabalenkas Teamkollegin Aliaksandra Sasnovich gab im vierten Match noch einmal alles, um mit einem Sieg gegen Sloane Stephens eine Entscheidung im Doppel zu erzwingen. Schon den Matchverlust vor Augen drehte die 23-Jährige noch einmal auf und glich in einem engen Match mit 4:6 6:1 8:6 gegen Stephens aus.

Erst im entscheidenden Doppel erwies sich die Kombination aus Coco Vandeweghe und Shelby Rogers am Ende als zu stark für Sasnovich und Sabalenka. Insgesamt drei Breaks Vorsprung im zweiten Satz konnten die Weißrussinnen nicht für einen Satzausgleich nutzen. So ging das finale Match mit 6:3 7:6 knapp an die USA. Damit verwehren die Amerikanerinnen Weißrussland seinen ersten Fed Cup-Titel.

„Die Party wird von alleine laufen“

Ein begeistertes Fed Cup-Team der USA konnte ihr Glück kaum fassen. Chefin Kathy Rinaldi lobte alle vier Spielerinnen, die die ganze Woche über sehr fokussiert gearbeitet hätten. Im Fokus standen aber natürlich Coco Vandeweghe und Shelby Rogers, die den Pokal schließlich sicherten. „Ich habe davon seit meiner ersten Fed Cup-Teilnahme geträumt“, sagte Vandeweghe nach dem Match. Rogers, die sehr emotional den Sieg ihrem kürzlich verstorbenen Großvater widmete., fügte nur hinzu: „Das ist einfach unglaublich“.

Wie die Party am Abend aussehen würde, wusste keine genau. Es werde schon laufen. Klar war nur das Essen: Pizza und Cheeseburger.

 

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