Zahlreiche Fans erwarteten ihren Helden von Melbourne bei der Ankunft am Züricher Flughafen. Roger Federer zeigte sich überwältigt.

Ausnahmezustand am Züricher Flughafen. Mit so einem riesigen Andrang hatte selbst der Maestro nicht gerechnet. Über 200 Schweizer Fans warteten gespannt auf die Maschine aus Melbourne. Nach einem 24-stündigen Flug landete der 20-fache Grand Slam Champion wieder in seiner Heimat und schien sichtlich beeindruckt:

Es ist der Hammer. Die Trophäe nach Hause in die Schweiz zu bringen ist ein unglaubliches Gefühl für mich.

Mit dem riesigen Pokal im Arm ließ er sich von der Menschenmenge umjubeln. Trotz Jetlag nahm sich der Schweizer viel Zeit für seine Fans, schrieb Autogramme, machte Selfies und stand für Interviews bereit. Dennoch ging die Müdigkeit und der Trubel aus den letzten Wochen nicht spurlos an ihm vorbei.

Ich weiss gar nicht, welche Uhrzeit es ist. Bei mir ist immer noch 04.00 Uhr morgens.

Während King Roger sich fleißig um seine Fans kümmerte, nahmen Frau Mirka und seine vier Kinder den Hinterausgang des Flughafens, um dem Trubel zu entkommen. Die Wochen in Australien seien sehr anstrengend gewesen. Die Zeit in seiner Heimat wird Federer nutzen um sich von all den turbulenten Wochen zu entspannen.

Ich freue mich auf schöne Abende mit meinen Freunden und meiner Familie. Ich freue mich auch darauf, die Kinder zu geniessen. Ganz ohne Planung.

Und wie geht es dann weiter?

Ich weiß es selbst auch noch nicht, ich muss erst mit meinen Trainern und meiner Frau sprechen. Dann weiß ich in ein paar Tagen mehr.

Im vergangenem Jahr hatte sich Federer nach seinem Australian Open Sieg eine kleine Auszeit genommen. Auf dem Turnierplan des Schweizers stehen als nächstes die zwei ATP-Events in Indian Wells und Miami. Im Vorjahr konnte er dort beide Titel einfahren.


Federer kann wieder die Nummer eins werden

Die Topposition besetzte der Schweizer zuletzt im November 2012. Jetzt ist er nur noch ein kleines Stück davon entfernt – um genauer zu sein 155 Punkte. Federer konnte in Melbourne zwar keine Punkte hinzugewinnen, verteidigte aber seinen Sieg aus dem Vorjahr. Anders der aktuelle Weltranglistenerste Rafael Nadal, der verlor nach seinem Viertelfinal-Aus einige Punkte. Entscheidend wird wohl das Turnier in Acapulco Ende Februar sein. Dort stand Nadal im vergangenen Jahr im Finale und sackte 300 Punkte ein. Auf dem Turnierplan des Spaniers steht das ATP-Event, allerdings wird er aufgrund seiner Verletzung erst in zwei Wochen wieder zurück ins Training einsteigen. Falls es nicht reicht: Erobert Roger Federer am 5. März wieder die Nummer 1, wäre er damit der älteste Weltranglistenerste aller Zeiten.

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