Alle Welt schaut auf den Titelverteidiger von Indian Wells. Kann er den Lauf aus dem letzten Jahr wiederholen?

Mit dem Masters in Indian Wells geht für die Herren das erste große Turnier außerhalb der Majors los. Titelverteidiger ist Roger Federer. Der Schweizer hat es mit seinen 36-Jahren in dieser Saison geschafft, wieder die Nummer eins der Welt zu werden. Vor seinem ersten Match beantwortete Federer einige Fragen zu seinem Ranking, seine Erinnerungen an Indian Wells und Tommy Haas.

Wieder die Nummer Eins

„In Rotterdam die Nummer eins der Welt zu werden und das Turnier auch zu gewinnen, war ein toller Trip, eine tolle Reise und eine super Erfahrung. Ich bin glücklich hier in Indian Wells als Nummer eins zu sein. Es klingt einfach verrückt“, beschreibt Federer seine Gefühle. „In unserem Sport ist es so etwas Besonderes, die Nummer eins der Welt zu werden. Wer auch immer das erreicht, verdient es auch.“ Genauso wie im letzten Jahr kommt der 36-Jährige mit dem Australian Open-Titel nach Kalifornien. Doch anders als im letzten Jahr hat er diesmal einiges an Punkten zu verteidigen. Sein Abstand in der Weltrangliste zu Verfolger Rafael Nadal ist dünn. Scheidet der Schweizer früh aus, wird er die Rolle des Branchenprimus wieder an den Spanier abgeben müssen.

Federer muss einiges an Punkten verteidigen

Etwas, dass dem Australian Open-Sieger durchaus bewusst ist. „[…] Ich habe natürlich auch viele Punkte zu verteidigen. Dahinter [dem Verbleib als Nummer eins] steht also ein wenig ein Fragezeichen. Aber ich habe in den letzten zwanzig Jahre Punkte verteidigt. Das ist also nichts Neues“, zeigt sich der Schweizer wenig beeindruckt von der Situation. „Ich werde versuchen mein Bestes zu geben und habe hoffentlich einen guten Start“.

Das soll für ihn aber nicht bedeuten, dass er es nicht zumindest versuchen wird – mit der Titel- und Rankingverteidigung. „Es ist schon eine Extramotivation. Mir ist das Ranking schon bewusst“, denkt Federer über diese Möglichkeit nach. „Aber es würde mich nicht stören, weil Rafa es auch wieder verdient hätte. Er hatte eine tolle Saison. Aber ich werde es versuchen“.

Schöne Momente in Indian Wells

Die Nummer eins der Welt hat in Indian Wells schon viele schöne Momente erlebt. Doch das Turnier im letzten Jahr ist ihm in besonderer Erinnerung geblieben und ist wahrscheinlich sein Lieblingsmoment in der Wüste Kaliforniens.

„Letztes Jahr hier gewonnen zu haben, war verrückt. Mit meinen Kindern im Publikum, es war einfach eine Überraschung für mich letztes Jahr hier gewonnen zu haben. Nachdem ich gerade die Australian Open gewonnen hatte, konnte ich nicht glauben, dass ich auch hier gewinne. Ich denke, letztes Jahr war wahrscheinlich mein Lieblingssieg.“

Federer über Tommy Haas

Derjenige, der seit letztem Jahr die Geschicke des Turniers leitet, ist Tommy Haas. Der 39-Jährige ist ein Weggefährte von Roger Federer und vor allem ein guter Freund. Langsam neigt sich die Karriere des Deutschen dem Ende entgegen, auch wenn es mit dem offiziellen Abschied noch nicht so ganz sein soll. Roger Federer hat viele gute Erinnerungen an Haas. „Er ist ein schon ein Typ“, beschreibt er Haas mit einem Schmunzeln. „Hohe Intensität im Training, hohe Intensität in den Matches. Ein großes Talent, ein toller Spieler und ein guter Freund. Ich freue mich für ihn. Er hat sich dafür entschieden, einen Schritt weiter zu gehen“.

 

Auch Tennisgeschichtlich wird er mit dem etwas älteren Spieler verbunden bleiben. Hat Tommy Haas sein letztes Match doch ausgerechnet gegen den Maestro in Stuttgart gewonnen.  „Das werde ich mir ewig anhören müssen“, beklagt sich Roger Federer und lacht.

 

 

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