Einmal tief durchatmen: Roger Federer ist froh, dass sich die Geschichte des Vorjahres beim MercedesCup nicht wiederholt hat.





Unangenehmes Déjà-vu

Ende gut, alles gut. Schlie√ülich ist Roger Federer nach zweieinhalb Monaten Wettkampfpause mit einem Sieg auf die Tour zur√ľckgekehrt. Etwas mulmig war dem „Maestro“ auf der anschlie√üenden Pressekonferenz allerdings doch zumute. Beim Stand von 3:6, 0:0 und Breakball Zverev meldeten sich pl√∂tzlich die b√∂sen Geister der Vergangenheit:

Logisch, dass diese Gedanken hochkommen. Das dritte Jahr, in dem es hier vielleicht nicht so l√§uft…

Federer hatte im Vorjahr an gleicher Stelle √ľberraschend gegen Tommy Haas verloren. Auch 2016, bei seiner Rasenpremiere am Stuttgarter Weissenhof, blieb ihm der Turniersieg verwehrt. Dass er die Partie gegen Mischa Zverev noch wenden konnte, sei auch ein Verdienst des Publikums:¬†„Ich bin froh √ľber die Unterst√ľtzung der Zuschauer. In Stuttgart habe ich nur wenige Matches souver√§n gewonnen. Erkl√§ren kann ich mir das nicht.“

Nach gutem Start hatte der Schweizer zwischenzeitlich den Faden verloren. Das Fazit fiel dennoch positiv aus:¬†„Mischa hat gut gespielt. Mir war klar, dass es eng werden kann, wenn die knappen Ballwechsel an ihn gehen. Trotzdem: F√ľr das erste Spiel nach langer Zeit war es gut ‚Äď vor allem im dritten Satz. Darauf kann ich aufbauen.“

„Die Motivation ist riesig“

Um f√ľr das Viertelfinale gegen Guido Pella gewappnet zu sein, feilt Federer am spielfreien Donnerstag weiter am Rhythmus. Gew√∂hnlich braucht der 20-fache Grand-Slam-Sieger jedoch keine lange Anlaufzeit:¬†„Wenn ich k√∂rperlich fit bin, komme ich schnell wieder in den Tritt. Nur bei vier, f√ľnf Punkten im Match merke ich, dass die Spielpraxis fehlt. Diese Momente k√∂nnen allerdings entscheidend sein.“

F√ľr tolle Momente will Federer am liebsten bis Sonntag sorgen, dann findet beim MercedesCup das Finale statt. Der Plan ist klar:¬†„Ich w√ľrde das Turnier gerne gewinnen. Die Motivation ist riesig, es geht ja auch um die Nummer eins.“¬†Dass daf√ľr noch eine Steigerung her muss, sei normal:¬†„Es dauert meist drei Runden und sechs bis acht S√§tze, bis man beginnt, sich gut zu f√ľhlen. Daher spielen wir unser bestes Tennis eher zum Schluss eines Turniers.“

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