Aller Anfang ist schwer: Roger Federer musste bei seinem Comeback-Sieg gegen Mischa Zverev bange Momente überstehen.




Der Rasenkönig ist zurück in seinem Reich! Nach 80 Tagen Wettkampfpause hat Roger Federer beim MercedesCup ein erfolgreiches Comeback hingelegt. Gegen Mischa Zverev musste der „Maestro“ allerdings sogar einen Satzrückstand drehen. Mit 3:6, 6:4 und 6:2 sicherte sich Federer das Ticket fürs Viertelfinale. Es war bereits der sechste Sieg im sechsten Vergleich mit dem DTB-Profi.

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Federer gibt ersten Satz überraschend aus der Hand

Trotz der kühlen äußeren Bedingungen waren die Zuschauer in Scharen auf den Stuttgarter Killesberg gepilgert. Alle wollten Federer sehen. Und der Schweizer lieferte zunächst: Bereits im ersten Aufschlagspiel erspielte er sich zwei Breakmöglichkeiten. Doch Zverev wehrte sich mit Händen und Füßen. Meint: Exzellentes Serve-and-Volley. Rasentennis der Extraklasse bekamen die Fans auf dem pickepackevollen Center Court auch in der Folge präsentiert.

Frisch, beweglich und mit der gewohnten Spielfreude drückte Federer dem Match seinen Stempel auf. Dennoch: Das längst verdiente Break blieb ihm erneut verwehrt. Wer seine Chancen nicht nutzt, den bestraft Mischa Zverev. Fast aus dem Nichts holte sich der Deutsche die 5:3-Führung – und servierte anschließend sicher aus. Es war der erste Satzgewinn überhaupt gegen den Rekord-Grand-Slam-Sieger.

Federer wirkte plötzlich geschockt, die Souveränität der Anfangsphase schien wie weggeblasen. Das frühe Break im zweiten Satz konnte der 36-Jährige nur mit viel Mühe abwenden. Es sollte besser werden. Mit einem geblockten Rückhandreturn holte sich die Nummer eins der Setzliste Zverevs Aufschlag zum 4:2. Wie gewonnen, so zerronnen: Mit dem sofortigen Rebreak war der 30-jährige Hamburger zurück im Satz. Aus der Sensation wurde trotzdem nichts. Als Zverev bei 4:5 aufschlug, war die ehemalige Nummer eins der Welt erneut als Rückschläger zur Stelle – Satzausgleich.

Steigerung in Satz drei

Die Geschichte aus dem Vorjahr sollte sich nicht wiederholen. Damals hatte Federer sein Auftaktmatch am Weissenhof gegen Tommy Haas überraschend in drei Sätzen verloren. Doch selbst nach dem Break zum 3:1 war Zverevs Widerstand noch nicht gebrochen. Aber der Schweizer blieb standhaft. Nach 1:33 Stunde verwandelte Federer seinen ersten Matchball mit einem herrlichen Return. Am Freitag trifft der 20-fache Major-Champion auf den Sieger des Achtelfinals zwischen Guido Pella und Prajnesh Gunneswaran.

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