Man kann sich dieser Tage nur wiederholen. Die Leistungen von Roger bei den Australian Open sind einfach überragend. Das bekommt auch Gasquet zu spüren.


Federer mit makelloser Weste

Der Maestro zeigte es schon beim Hopman Cup, er unterstreicht es jetzt noch einmal deutlich in Melbourne: Auf dem Weg zum Titel führt kein Weg an ihm vorbei. Nach den 3:0-Siegen gegen Bedene und gegen den wacker kämpfenden Struff musste jetzt auch der erste gesetzte Spieler dran glauben.

Ehe sich Richard Gasquet in der Night Session so richtig zurechtgefunden hatte, stand es quasi auch schon 1:0 nach Sätzen. Federer benötigte für den ersten Durchgang nicht einmal eine halbe Stunde, um das 6:2 in der Tasche zu haben.

Der zweite Satz verlief dann schon um einiges enger. Beide Akteure zeigten bis zum 6:5 für den Schweizer beim eigenen Aufschlag überhaupt keine Probleme, mussten nicht einmal über Einstand gehen. Dann die entscheidende Phase des Durchgangs – und wie so oft schlug der Maestro eiskalt zu. Bei 6:5 und 30:30 spielte Roger einen überragenden Rückhand-Passierball, unerreichbar für Gasquet. Federer ließ ein lautes „Come on“ und dann auch das Break zur 2:0-Satzführung folgen. Erstaunlich, denn der Franzose schlug mehr Winner (14:13) und machte weniger leichte Fehler (7:10) als Roger. Doch genau das ist die Stärke des Schweizers.

Gasquet kämpft – aber ist weitestgehend chancenlos

Im dritten Satz schien die Vorentscheidung dann früh gefallen zu sein. Federer holte sich das Break zum 2:0, bei seiner bis dato makellosen Aufschlagbilanz sollte in der Folge alles glatt gehen. Doch Gasquet gab noch nicht auf und legte beim Stand von 2:4 aus seiner Sicht alles in die Waagschale. Und tatsächlich schaffte er das erste Break der Partie zum 3:4-Anschluss. Wenig später war dann aber das 6:2, 7:5, 6:4 für Roger Federer perfekt, der das Match mit einem sehr unterhaltsamen Ballwechsel beendete.

Der Sieger schmunzelte im On-Court-Interview:

Ich bin immer noch durcheinander, denn ich hatte soviel Glück beim Matchball.

In der kommenden Runde bekommt es die Nummer zwei der Welt nun mit dem ungesetzten Ungar Fucsovics zu tun. Dieser schlug den Argentinier Kicker glatt in drei Durchgängen.

Auch Tomas Berdych sorgte für eine Überraschung, denn er besiegte den Argentinier Juan Martin del Potro ebenfalls mit 3:o und zeigte eine klasse Vorstellung. Ebenfalls ungefährdet weiter ist Novak Djokovic, der Albert Ramos Vinolas keine Chance ließ.


Wie gut kennst du die Tennisplätze der Welt? Finde es in unserem Quiz heraus!