Was genau sind die Meden und Poensgen Spiele? Woher kommt der Name? Florian Barth berichtet von diesem besonderen Ereignis.

Liebe Tennis-Point Fans,

vergangene Woche stand wieder ein besonderes Ereignis auf dem Turnierplan.
Jedes Jahr Ende der Sommersaison finden die deutschen Verbandsmeisterschaften statt.
Besser bekannt unter dem Namen Große Meden und Poensgen Spiele.

Früher waren die Poensgen- und Meden-Spiele getrennte Veranstaltungen.
Die Poensgen-Spiele sind die saisonalen deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Damen.
Angetreten sind jeweils Vertreter der 18 deutschen Verbände.
Ins Leben gerufen wurden die Spiele 1939 zu Ehren des langjährigen 1. Vorsitzenden und Gründer des Rochusclubs in Düsseldorf, Ernst Poensgen.

Das Gegenstück dazu waren die Meden-Spiele. Entsprechend handelte es sich hierbei um die Mannschaftsmeisterschaften der Herren. Diese Spiele sind benannt nach Carl August von der Meden, einem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Tennis Bundes.

 

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Seit 2006 sind die beiden Spiele zu den Großen Meden und Poensgen Spielen zusammengelegt.
Jeder Verband stellt mindestens 2 Herren und 2 Damen. Gespielt werden pro Begegnung jeweils 2 Damen- und Herren-Einzel sowie ein Herren- und ein Damendoppel.
Die teilnehmenden Verbände werden in vier Gruppen aufgeteilt. Die Gruppensieger treten dann in zwei Halbfinals gegeneinander an und am Ende bleiben zwei Verbände, die das Finale bestreiten.

Für mich sind die Spiele jedes Jahr ein Highlight und so konnte ich mich glücklich schätzen als feststand, dass der Verband Schleswig-Holstein mich auch in diesem Jahr mit an Bord haben wollte.
Unser Verband nominiert jedes Jahr die besten 4 Herren und Damen für sein Team. So reisten wir also zu acht plus Betreuerstab am Mittwoch nach Halle, Westfalen. Der Austragungsort wird immer durch den Verband bestimmt, der im letzten Jahr den Pokal nach Hause holen konnte. In den letzten Jahren war das oftmals der bayerische Verband. Im letzten Jahr konnte sich Westfalen den Sieg sichern.
Es ist jedes Jahr schön viele Spieler und Spielerinnen zu treffen, die man von vielen Turnieren lange Jahre kennt und viel zu selten sieht. So bietet diese Veranstaltung immer eine tolle und entspannte Atmosphäre. Das Teamgefühl bei uns ist auch immer ein ganz besonderes.

In diesem Jahr waren wir an Position 8 gesetzt. Die Setzliste ergibt sich aus den DTB Ranglistenpositionen der beiden besten Herren (bei uns 41 und 40) sowie der besten Damen (83 und 107). Die Zahlen werden addiert und der Verband mit der kleinsten Zahl ist topgesetzt. Westfalen führte in diesem Jahr die Setzliste an.

Wir hatten etwas Pech in der Gruppenzusammenstellung. Unsere Gruppe A bestand aus Hessen und Westfalen. Unser Spiel gegen Hessen endete mit einem 4:2 Ergebnis für uns.
Gegen Westfalen lief es dann leider etwas bitter. Wir konnten uns ein 3:3 erspielen. Jedoch siegte Westfalen dennoch mit einem Satz Vorsprung. So war uns der Einsatz im Halbfinale verwehrt worden. Trotzdem waren es tolle Tage mit interessanten Spielen.

Westfalen scheiterte letztendlich im Halbfinale und der Tennis Verband Niederrhein konnte sich in diesem Jahr durchsetzten.

Ich hoffe sehr, dass ich auch im nächsten Jahr bei diesem Ereignis dabei sein darf.

Euer Florian

 

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