Nach der klaren Niederlage in Madrid gegen Nadal war bei Gael Monfils Schluss mit Dreadlocks. In Rom präsentierte er sich gestern kurz geschoren.

Bei vielen Menschen sind radikale Frisur-Veränderungen über „Einmal Spitzen schneiden, bitte!“ hinaus ein recht sicheres äußeres Anzeichen dafür, dass sie auch ihrem Privat- oder Berufsleben eine neue Richtung geben wollen. Auch beim Franzosen Gael Monfils standen die Zeichen nach seiner glatten Niederlage in Madrid gegen Rafa Nadal offensichtlich auf Veränderung. Alte Zöpfe wurden abgeschnitten. Und das eben nicht im übertragenen Sinne, sondern tatsächlich auf dem Kopf. Die Dreadlocks mussten weichen. Der 31-Jährige präsentierte sich jetzt in Rom gegen Fabio Fognini im Look der ganz frühen Profi-Jahre. Ähnlich raspelkurz geschoren wie gestern hat man Monfils kennen gelernt, als er 2004 als äußerst hoch gehandelter Jugendlicher auf die Tour kam.

Viele Frisuren und noch mehr Leistungsschwankungen bei Monfils

Seitdem gab es viele Haarlängen und Frisuren-Stile bei Monfils . Und als praktisch einzige Karriere-Konstanz die Wechselhaftigkeit seiner Leistungen. Die Erfolge aus Jugendzeiten – Monfils hat drei der vier Grand-Slam-Turniere im Junioren-Bereich gewonnen – konnte er nicht erreichen. Immer wieder standen ihm Verletzungen und die Unfähigkeit, das eigene Riesen-Potential voll ausnützen zu können, im Weg. Was bleibt, sind vor allen Dingen eine Unmenge spektakulärer Punktgewinne des Model-Athleten über die Jahre.

In Rom rasiert nur Fognini

Ganz alte Frisur, neues Glück? In Rom jedenfalls führte das „Back to the Roots“ auf dem Kopf der 39 der Welt noch nicht zu den gewünschten Veränderungen. Ganz im Gegenteil. In Madrid war er von Publikumsliebling Rafael Nadal mit 6:3 und 6:1 abgefertigt worden. Beim Masters in Rom wurde er gestern vom Lokalmatador Fabio Fognini trotz neuer alter „Gael-Frisur“ mit exakt dem selben Ergebnis rasiert.

 

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