Gegen eine wie entfesselt aufspielende Serena Williams war kein Kraut gewachsen.




Görges muss drückende Überlegenheit anerkennen

Der Traum vom rein deutschen Wimbledon-Finale ist geplatzt. Nachdem Angelique Kerber im ersten Halbfinale über Jelena Ostapenko hinweggefegt war, konnte Julia Görges nicht nachziehen. Die Deutsche bot eine ansprechende Leistung. Im ersten Grand-Slam-Halbfinale ihrer Karriere war Serena Williams jedoch schlicht eine Nummer zu groß. Görges unterlag der übermächtigen US-Amerikanerin mit 2:6 und 4:6. Damit steht die 23-fache Major-Siegerin zum zehnten Mal im Endspiel an der Church Road.

Dabei lief es zu Beginn gar nicht schlecht für „Jule“. Bis zum 2:2 hielt die deutsche Nummer zwei hervorragend mit. Danach legte Williams allerdings eine Schippe drauf: Mit langen druckvollen Grundschlägen übernahm die 36-Jährige nun mehr und mehr die Kontrolle, während Görges zu kurz blieb. Das Break zum 4:2 war der Anfang vom Ende. Vier Spiele in Folge verhalfen der siebenfachen Wimbledon-Siegerin zum Satzgewinn.

Vergebliches Aufbäumen

Déjà-vu im zweiten Durchgang: Erneut holte sich Williams das richtungsweisende Break zum 4:2. Aufgeben war allerdings keine Option. Als alles nach einem schnellen Ende aussah, war die 29-Jährige plötzlich zur Stelle. Mit einem grandiosen Vorhand-Return nahm sie der Favoritin erstmals den Aufschlag ab, als diese beim Stand von 5:3 zum Einzug ins Finale servierte. Doch wie gewonnen, so zerronnen: Görges verlor ihr Service sofort wieder – und damit auch das Match.

Am Samstag kommt es zur Neuauflage des Wimbledon-Endspiels von 2016. Damals setzte sich Williams in zwei hochklassigen Sätzen gegen „Angie“ Kerber durch.

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