Das hatte sich die Nummer eins der Welt ganz sicher anders vorgestellt. Andy Murray verlor überraschend früh beim Masters in Monte Carlo.

Gegen Albert Ramos-Vinolas setzte es ein überraschendes 6:2, 2:6, 5:7.


Spanier mit wahnsinniger Aufholjagd

 

Ein doppeltes Comeback, mit dem in dieser Form definitiv nicht gerechnet werden konnte. Nach Satzr├╝ckstand zur├╝ckgefightet, nach einem 0:4 im dritten Satz zur├╝ckgekommen. Gegen die Nummer eins der Welt! Was f├╝r eine Leistung des 27-j├Ąhrigen Spaniers, der damit den gr├Â├čten Sieg seiner Karriere feierte.

Im ersten Durchgang verlief alles wie erwartet. Zumindest insofern, dass Murray sich deutlich durchsetzte. Vor allem deshalb, weil Ramos-Vinolas ├╝berhaupt gar nicht zu seinem Service fand. Vier Aufschlagspiele, vier kassierte Breaks. Dann nutzten auch die zwei eigenen Breaks nichts, am Ende stand ein deutliches 2:6 auf der Anzeigetafel.

Ein v├Âllig anderes Bild pr├Ąsentierte sich den Zuschauern im F├╝rstentum dann im zweiten Satz. Der Spanier servierte gleich dreimal zu Null durch, sicherte sich zudem wieder zwei Breaks zum 2:1 sowie 5:2. Die logische Konsequenz: Der Satzausgleich.

Der dritte Durchgang musste also die Entscheidung bringen. Und schien dies auch ziemlich schnell zu machen. 1:0 Murray, 2:0 Murray, 3:0 Murray, 4:0 Murray. Wer zu diesem Zeitpunkt noch einen geringeren Geldbetrag auf den Spanier gesetzt hat, der d├╝rfte sich jetzt diebisch freuen. Nur vier Aufschlagspiele sp├Ąter hie├č es n├Ąmlich 4:4. Als Ramos-Vinolas dann auch noch das Break zum 6:5 schaffte, war die Sensation zum Greifen nahe. Den ersten Matchball wehrte Murray noch mit einem beherzten Netzangriff ab, im Gegenzug sicherte sich der auf Weltranglistenposition 24 beheimatete Linksh├Ąnder aber ebenfalls mit einem Vorsto├č ans Netz seinen zweiten Matchball – und verwandelte diesen.

Murray schon gegen Müller mit Problemen

W├Ąhrend der Jubel des Spaniers riesengro├č war und er sich zurecht vom monegassischen Publikum feiern lie├č, verlie├č ein ziemlich entt├Ąuschter Andy Murray bereits den Platz. Nicht nur diese 2:32 Stunden gegen den Spanier frustrierten ihn, auch in der Runde zuvor zeigte der Schotte gegen Gilles M├╝ller keine besonders souver├Ąne Leistung.

Damit ist die n├Ąchste gro├če Sensation perfekt, nachdem Jan-Lennard Struff am Mittwochabend den Bulgaren Grigor Dimitrov aus dem Turnier warf.

 

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