Dominic Thiem ist froh, die Auftakthürde Mikhail Youzhny gemeistert zu haben. Und weiß, dass es gegen den Japaner Yuichi Sugita nicht einfacher wird. 




Einfach ist anders, das wusste der an Nummer drei gesetzte Österreicher Dominic Thiem nach seiner Erstrundenpartie bei den GERRY WEBER OPEN gegen Mikhail Youzhny ganz genau. Thiem hatte das Spiel mit 7:6 (5), 6:2 nach Hause geschaukelt. Die Nummer sieben im ATP-Ranking war sich aber schon beim Interview auf dem Platz darüber im Klaren, dass der Tiebreak des ersten Satzes ein echter Schlüsselmoment gewesen war. Und die Sache bei Satzrückstand auch in die für ihn komplett falsche Richtung hätte laufen können. Das Volley-Fehler-Geschenk des Russen beim Satzball nahm er deswegen dankend an.

Thiem: „Gut aufgeschlagen, aber Probleme von der Grundline“

Die Gründe, warum es für den French-Open-Finalisten bei seinem Rasen-Debut 2018 nach gutem Start in Satz eins noch eng wurde, hatte Thiem in der anschließenden Pressekonferenz auch schnell ausgemacht. „Ich habe gut angefangen, weil ich hervorragend aufgeschlagen habe. Aber von der Grundlinie hatte ich Probleme. Es war schwierig, den Ball zu kontrollieren und die richtigen Schläge zu finden – natürlich, weil es das erste Match auf diesem Untergrund war“, so der 24-Jährige. Mit der Entwicklung seines Spiels über das Match hinweg war er dann aber zufrieden: „Vom Tiebreak an habe ich angefangen, besser von der Grundlinie zu spielen. Und der zweite Satz war sehr gut.“    

„Das Knie muss sich an Gras gewöhnen“

Angesprochen auf die Pause zwischen den beiden Sätzen, als sich Thiem am bzw. oberhalb des Knies behandeln ließ, gab es eine Entwarnung durch den Halle-Halbfinalisten von 2016. „Ich fühle das Knie immer ein wenig, wenn ich von Sand auf Rasen wechsel. Aber das ist kein Problem. Wenn sich das Knie an Gras gewöhnt hat, ist der Schmerz auch weg.“

Sugita als unangenehmer Rasen-Gegner für Thiem

Am besten sollte das schon beim nächsten Match am Mittwoch der Fall sein, wenn es gegen Yuichi Sugita (ATP 52) geht. Thiem weiß, dass der Marterer-Bezwinger auf Rasen ein gefährlicher Gegner ist.  „Ich denke, dass Gras sein Lieblingsbelag ist“, schätzt er den Japaner ein. „Er spielt flach und returniert gut, das macht es schwierig“, weiß Thiem um die Stärken seines nächsten Gegners. Und erwartet ein hartes Match: „Er hat heute gut gespielt, ist also in guter Form. Es wird ein enges Match werden.“ 

 

Wie gut kennst du die Tennisplätze der Welt? Finde es in unserem Quiz heraus!