Einfach nur bärenstark, dieser Tommy Haas. Beim Masters in Monte Carlo fegte er den Lokalmatadoren Paire mit einer Demonstration vom Platz.

Nach einer völlig einseitigen Partie stand ein 6:2, 6:3 für den deutschen Routinier auf der Anzeigetafel.


Haas mit erstem Monte-Carlo-Sieg seit 2004

Damit beendete Tommy auf den finalen Metern seiner Karriere auch noch einen langen Fluch, der für ihn auf dem Sandplatzturnier lag. Sage und schreibe 13 Jahre lag der letzte Erfolg im Fürstenstaat zurück. Und nun dieser Paukenschlag gegen Benoit Paire.

Haas ging als klarer Außenseiter gegen die Nummer 40 der Welt in die Partie. Mit seinem Protected Ranking angetreten, drehte die Nummer 655 der Welt von Beginn an mächtig auf. Beim Stand von 0:1 selbst noch einen Breakball abgewehrt, dann direkt die erste Chance genutzt zur 2:1-Führung. Beim eigenen Service musste der 39-Jährige zwar ein wenig zittern und in der Folge zweimal über Einstand gehen, brachte den Vorsprung aber zum 4:2 durch. Und als dann auch noch das zweite Break zum 5:2 gelang, war Durchgang eins gelaufen.

Stay focused, keep working and enjoy it

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Im zweiten Satz legte Haas erst recht los wie die Feuerwehr: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0. Was für eine Demonstration des Deutschen. Erst dann bäumte sich der lethargisch wirkende Paire noch einmal auf, schaffte den Anschluss auf 3:4. Doch Tommy ließ all seine Routine spielen und verwandelte nach nur 68 Minuten Spielzeit direkt den ersten Matchball zur Überraschung.

Nun geht es gegen die Nummer neun der Setzliste

In der kommenden Runde wartet ein richtig dickes Kaliber auf den Deutschen. Der Gegner heißt Tomas Berdych, ist die Nummer zwölf der Welt und in Monte Carlo an Position neun gesetzt. Allerdings: Im direkten Vergleich hat Haas mit 2:1 die Nase vorn.

Mischa Zverev verpasste hingegen das Weiterkommen. Gegen Jiri Vesely verlor der Hamburger mit 6:7 (3:7), 3:6. Wie schon in der vergangenen Woche in Marrakesch musste sich der Linkshänder gegen den Tschechen in der ersten Runde geschlagen geben.

 

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