Zur zweiten Überraschung hat es leider nicht ganz gereicht. Doch Tommy hatte im Zweitrundenduell die Nummer zwölf der Welt am Rande der Niederlage.

Am Ende musste er gegen Tomas Berdych nach einem knappen 6:3, 1:6, 4:6 aber doch gratulieren.


Berdych an Nummer neun gesetzt

Gegen den Tschechen ging Haas als klarer Außenseiter in die Partie. Doch nach der starken Leistung in der ersten Runde hatte der 39-Jährige Morgenluft gewittert, wollte noch einmal überraschen.

Im ersten Durchgang knüpfte Haas genau da an, wo er gegen Benoit Paire aufgehört hatte. Ein hervorragender Auftritt, der wieder einmal unterstrich, dass es der Deutsche auf allen Belägen kann. Vor allem beim eigenen Aufschlag zeigte sich Tommy noch einmal verbessert, musste in seinen fünf Aufschlagspielen nur einen Breakball abwehren, nämlich beim Stand von 5:3. Mit einem Break zum 3:1 hatte er sich diesen Vorsprung erspielt, schlug dann zum Satzgewinn auf – und verwandelte letztlich nach Abwehr des Breakballs den ersten Satzball zum 6:3.

Der zweite Satz wurde zu einer schnellen Nummer für den Tschechen. Plötzlich präsentierte sich Berdych wie ausgewechsel beim Return, ließ Haas bei dessen Aufschlag keine Chance mehr. Die Folge: Breaks zum 2:0, 3:1, 5:1. Etwas kurios: Obwohl der zweite Durchgang vorm Ergebnis her deutlicher war als Satz eins, dauerte er ganze zehn Minuten länger.

Die Entscheidung musste also im dritten Satz her. Bis zum 3:3 war alles in der Reihe, keiner der beiden Akteure tat sich beim eigenen Service schwer. Dann allerdings geriet Haas ein wenig ins Wanken, brachte aber – trotz 15:40 – seinen Aufsschlag zum 4:3 durch. Kurz darauf hatte Berdych bei 15:40 wieder zwei Breakbälle – und konnte sie diesmal zur 5:4-Vorentscheidung nutzen.

Haas kann mehr als zufrieden sein

Schon nach der Gala in Runde sagte der Deutsche:

Ich bin dankbar und glücklich.

Dies war Haas in den beiden Matches anzumerken. Zum ersten Mal seit 2004 – also sage und schreibe 13 Jahren – verließ er am Dienstag den Platz in Monte Carlo als Sieger.

Es ist schön wieder hier zu sein, das ist ein tolles Turnier.

Beinahe hätte der Turnierdirektor von Indian Wells noch eine weitere Überraschung folgen lassen. Doch auch trotz der Niederlage darf Haas stolz auf das sein, was er beim Masters im Fürstentum ablieferte.

 

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