Die deutschen Fans sollten sich für Dienstag frei nehmen – die Zverev-Brüder und Kerber steigen in die Australian Open ein.

Gemischte Gefühle bei den Zverev-Brüdern

Bei den Herren stehen die Spiele der unteren Hälfte an, die es vor allem aus deutscher Sicht in sich hat. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Zverev-Brüdern. Während Alexander als an Nummer vier gesetzter Spieler mit dem Italiener Thomas Fabbiano einen sicherlich machbaren Gegner zugelost bekam, erwischte Mischa einen unangenehmen Kontrahenten zum Start in die Australian Open – und das obwohl er sich immerhin den letzten Setzlistenplatz (#32) krallen konnte. Mit Hyeon Chung hofft einer der derzeit talentiertesten Spieler auf seine Chance, der sich Ende des Jahres bei den Next Gen Finals gegen die junge Konkurrenz durchsetzen konnte.


Doch das war es aus schwarz-rot-goldener Sicht noch lange nicht: Peter Gojowczyk trifft auf Mikhail Kukushkin, Florian Mayer auf Evgeny Donskoy und Jan-Lennard Struff auf den Qualifikanten Soon-woo Kwon. Und dann wäre ja auch noch das deutsch-deutsche Duell zwischen Cedrik-Marcel Stebe und Maximilian Marterer.

Der Titelverteidiger der Australian Open greift an

Ein Highlight ist natürlich der Auftakt des Titelverteidigers: Roger Federer muss gegen Aljaz Bedene hochkonzentriert ins Match gehen, da dieser nicht zu unterschätzen ist. Mit dem Österreicher Dominic Thiem greift ein weiterer deutschsprachiger Spieler am Dienstag ins Geschehen ein. Als an Position fünf Gesetzter führt er die untere Hälfte an. Damit das so bleibt, muss er sich gegen den Argentinier Guido Pella durchsetzen, der zuletzt in Doha bis ins Halbfinale vordringen konnte.

Knaller-Comebacks und hungrige Lokalmatadoren

Ganz besonders freuen wir uns auf zwei langersehnte Comebacks: Die einstigen Australian-Open-Sieger Novak Djokovic und Stan Wawrinka geben sich die Ehre. Der Serbe muss sich mit dem US-Amerikaner Donald Young messen, der Schweizer hat Ricardas Berankis aus Litauen vor der Brust. Auf den ersten Blick sind das jeweils lösbare Aufgaben, allerdings haben der „Djoker“ und „Stan the Man“ seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr Tennis gespielt.

Zwei Leckerbissen hält der Tag auch für die australischen Tennisfans bereit: Die Lokalmatadoren Thanasi Kokkinakis (gegen Daniil Medvedev) und Alex De Minaur (gegen Tomas Berdych) werden für Stimmung auf den Rängen sorgen. Letzterem Shootingstar ist sogar gegen diesen namhaften Tschechen ein Erfolg zuzutrauen.

Kerber vs. Friedsam in Runde eins der Australian Open

Ob beim Hopman Cup oder in Sydney: Angelique Kerber präsentierte sich zum Start ins neue Jahr so stark wie lange nicht. Kann sie in dieser Verfassung vielleicht sogar ihren Sieg bei den Australian Open von 2016 wiederholen? Soweit sind wir noch nicht. Zunächst muss sie sich am Dienstag im deutsch-deutschen Duell gegen Anna-Lena Friedsam behaupten.

Nicht nur der Herren-Tag steht im Zeichen der Farben Schwarz, Rot und Gold – auch die DTB-Damen tummeln sich auf den Plätzen in Melbourne. Andrea Petkovic erwischte mit der Tschechin Petra Kvitova kein leichtes Los. Und auch Tatjana Maria ist nicht zu beneiden, die auf Maria Sharapova trifft. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, wird von Carina Witthöft ebenfalls alles abverlangt. Ihre Erstrundengegnerin Caroline Garcia erreichte immerhin das Halbfinale der WTA Finals.

Spektakuläres Trio: Halep, Muguruza und Pliskova im Einsatz

Der Dienstag kann sich nicht nur aus deutscher Sicht sehen lassen. Die Nummer eins der Welt, Simona Halep, startet ins Turnier – gegen die erst 17-jährige Lokalmatadorin Destanee Aiava. Viel erwarten darf man auch von Garbiñe Muguruza (gegen Jessika Ponchet) und Karolina Pliskova (gegen Verónica Cepede Royg).

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