In einem Marathon-Finale über drei Stunden schlägt Elena Vesnina Svetlana Kuznetsova in Indian Wells.

Was für ein Fight von Elena Vesnina und Svetlana Kuznetsova. Insgesamt drei Stunden lang schenken sich die beiden Russinnen in Indian Wells nichts – am Ende gewinnt allerdings die 30-Jährige aus Sochi den größten Titel ihrer Karriere.

Hochklassiger Auftaktsatz

Der erste Satz hätte dabei kaum knapper verlaufen können. Vesnina sicherte sich das erste Break, aber Kuznetsova glich sofort wieder aus. Während des gesamten Durchgangs war dabei Vesnina die aggressivere Spielerin, ging entschlossen an die Returns, aber musste dem Spielstil auch die entsprechenden Fehler zollen. Kuznetsova war hingegen bei weitem solider von der Grundlinie. Die Nummer 8 der Setzliste machte ihrer einem Jahr jüngeren Gegnerin das Leben immer wieder mit Winkeln und unangenehmen Bällen schwer.


Die Entscheidung fiel nach 70 Minuten im Tie-Break – Kuznetsova vergab ihre ersten beiden Chancen. Danach profitierte die 31-Jährige allerdings von der Netzkante, die eine Vorhand der Russin unerreichbar für Vesnina abbremste.

Vesnina kämpft sich zurück

Im zweiten Satz begann Vesnina noch einmal ordentlich, aber man wurde anfangs das Gefühl nicht los, dass der knappe erste Satz und die Art und Weise, wie er zu Ende ging, der Doppel-Olympia-Siegerin den etwas Wind aus den Segeln nahm. Kuznetsova schnellte auf 4-1 davon, aber ihre Landsfrau bekam die zweite Luft und gewann die nächsten 6 von 7 Spielen und erzwang nach mehr als zwei Stunden Spielzeit einen entscheidenden dritten Durchgang.

Auch im dritten Satz war Kuznetsova anfangs die Spielerin, die besser aus den Startlöchern kam. Allerdings war es erneut Vesnina, die aggressiver zu spielen begann, sobald sie mit Break zurück lag. So drehte die 30-Jährige aus Sochi erneut den Rückstand und konnte sich in einem langen Spiel bei 4-4 mit einem Vorhand Return-Winner das entscheidende Break holen.

Nach drei Stunden verwandelte die Russin ihren zweiten Matchball und konnte sich über den bisher größten Titel ihrer Karriere freuen und kam auch bei der Siegerehrung im Anschluss aus dem Strahlen überhaupt nicht mehr heraus.

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