Roger Feder gewinnt gegen Federico Delbonis nach einer mehr als 17-stündigen durch Regen bedingten Unterbrechung, muss aber einen Satzball abwehren.

Federer kann nicht durchgängig überzeugen

Die Partie war am Vortag beim Stand von 6:3, 2:2 abgebrochen worden. Federer startete bei Aufschlag Delbonis mit einem krachenden Winner in die Fortsetzung. Im Anschluss konnte er aber das Spielniveau, dass dieser Schlag versprach, oft nicht ganz halten. Der Schweizer agierte auch für seinen eigene Geschmack zu fehlerbehaftet und drückte seinen Unmut mehrfach durch Kopfschütteln aus.

Delbonis mit Satzball

Delbonis dagegen ging voller Elan in diesen zweiten Teil der Partie und spielte sichtbar motiviert und frei auf. So war er es, der beim Stand 3:3 zum einzigen Breakball des Satzes kommen sollte. Federer machte diese Chance aber konzentriert zunichte. Als der Satz in den Tiebreak ging, schien  die Partie endgültig in Richtung des Schweizers zu laufen, der schnell vier der ersten fünf ausgespielten Punkte für sich entscheiden konnte.

Was dann passierte, verdeutlichte aber erneut, dass Federer nicht auf seinem höchsten Level agierte. Der Weltranglistenerste spielte fahrig und holte Delbonis mit diversen Fehlern ins Match zurück. Bei 6:5 aus seiner Sicht hatte der Argentinier dann plötzlich sogar einen Satzball bei eigenem Aufschlag. Den Teilerfolg vor Augen spielte Delbonis, der seinen berühmten Gegner bei deren einzigen bisherigen Aufeinandertreffen beim Turnier in Hamburg 2013 geschlagen hatte, aber plötzlich nicht mehr mit ganz so viel Mut wie zuvor. Drei Punkte später war die Partie dann mit 6:3, 7:6 ( 6) zugunsten Federers beendet.

Halbfinale ist Pflicht für Federer

Roger Federer trifft nun schon heute nach diesem etwas wackeligen Start ins erste Masters-Turnier des Jahres  auf den an 25 gesetzten Filip Krajinovic . Interessant wird  sein, wie er die Belastung an drei Tagen  in Folge auf den Platz zu müssen gegen den Serben wegsteckt. Um weiter an der Spitze der Weltrangliste zu bleiben muss Federer trotz der Abwesenheit seines Rivalen Rafael Nadal seine makellose Jahresbilanz auch in dieser dritten Runde weiter aufrecht erhalten und im Anschluss mindestens das Halbfinale erreichen.

Wie gut kennst du die Tennis-Plätze der Welt? Finde es in unserem Quiz heraus!