Zweites direktes Duell und wieder geht Nick Kyrgios als Sieger vom Platz. Novak Djokovic findet gegen den jungen Wilden einfach kein Mittel.

Vor 2017 hatten sich die beiden Spieler nie in einem direkten Duell gegenüber gestanden. Nun sind sich Nick Kyrgios und Novak Djokovic in kürzester Zeit bereits zum zweiten Mal begegnet. Und wie beim Match von Acapulco ist der Sieger nicht der Weltranglistenzweite Djokovic sondern sein junger australischer Kontrahent. Wieder fand der Serbe einfach kein Mittel, den starken Aufschlag des 21-jährigen Kyrgios zu durchbrechen.

Mit seinem Sieg hat der Australier auch eine ganz besondere Serie von Novak Djokovic durchbrochen. In den letzten drei Jahren ist der nämlich jedes Mal zum Titel geflogen. Nicht einen Breakball konnte sich der 29-Jährige erspielen. Nur bei 14 Prozent der ersten Aufschläge von seinem Gegner, konnte Djokovic diesem den Punkt abnehmen. Für einen Meister des Returns eine schwache Zahl.

„Ich bin sehr, sehr stolz auf mich“

Klar, dass Nick Kyrgios sehr zufrieden war mit seiner Leistung. „Ich habe wirklich versucht, etwas zu investieren und um jeden Punkt zu spielen“, sagte er in seinem Interview nach dem Match. „Das ist immer schwer gegen Novak, besonders in der Hitze“. Nun freut er sich auf sein nächstes Match gegen Roger Federer. Der Schweitzer hatte seinem Gegner Rafael Nadal nicht den Hauch einer Chance gelassen. Auch Kyrgios ist sich seiner momentanen Aufschlagstärke sehr bewusst. Eine Waffe, die er gegen seinen nächsten Gegner definitiv brauchen wird. „Er [Roger Federer] spielt zur Zeit großartiges Tennis“, ist sich auch der 21-Jährige klar.


Aber auch der nächste Gegner des Australiers, Roger Federer, hat durchaus Respekt für seinen Gegner. „Ich bin sehr beeindruckt, wie er Novak ausgeschaltet hat, und das auf dessen Lieblingsbelag“, lobt Federer Nick Kyrgios.

Die beiden haben sich ein einziges Mal offiziell gegenüber gestanden. Das war 2015 in Madrid. Damals hieß der Sieger Nick Kyrgios. Ob er es diesmal wieder gegen Roger schaffen kann, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass sich zwei der besten Spieler des Turniers im Viertelfinale begegnen werden.

 

 

Nick Kyrgios

 

 

 

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(Text: Henrike Maas/ dpa)