Mit einer Gala-Leistung schlägt Roger Federer Rafael Nadal in etwas über einer Stunde und steht im Viertelfinale von Indian Wells.

Was war das denn bitte für ein Auftritt von Roger Federer? Der Schweizer löst vom ersten Spiel die Handbremse und schaltet sofort in den fünften Gang. Rafael Nadal kommt im ersten Satz fast überhaupt nicht zum Zug und hat auch im zweiten Durchgang das Nachsehen. Nach einer Stunde und zehn Minuten geht Federer nach famoser Vorstellung als Sieger vom Platz. Und dabei sind die beiden noch so schön in Harmonie und Eintracht zum Platz gefahren:


Immer wieder die Rückhand

Gleich von Beginn an macht Federer direkt dort weiter, wo er im fünften Satz der Australian Open aufgehört hat: Angriff, die Bälle im Aufsteigen Nehmen und gerade auf der Rückhand-Seite Dagegenhalten – und bei jeder Möglichkeit den Abzug Betätigen. Auch wenn dies in Melbourne zwar am Ende den Lohn gebracht hat, so waren doch zwischenzeitlich immer wieder Phasen dabei, bei denen Federer kurzzeitig den Faden verlor.

Davon war im heutigen Achtelfinale gegen Nadal nicht viel zu sehen. Ja, der 18-fache Grand Slam Sieger punktete zwar mit der Vorhand, aber so, wie der Schweizer immer wieder einen Rückhand-Winner nach dem anderen die Platzhälfte zimmerte, hat man das in diesem Match-Up noch nicht allzu häufig gesehen.

Über den gesamten Verlauf des ersten Durchgangs hatte der Australian Open-Sieger das Heft fest in der Hand – Nadal spielte nicht gut oder schlecht, er spielte einfach nur sehr wenig, beziehungsweise, er wurde nur sehr wenig von Federer spielen gelassen. So verwandelte der Schweizer nach 34 Minuten seinen ersten Satzball zum 6:2.

Federer auch im zweiten Satz souverän

Der darauffolgende Satz sah der 35-Jährigen nicht in ganz solchen Maßen dominieren, wie noch den Auftaktdurchgang. Chancen bei Federers Aufschlag bekam Nadal trotzdem nur wenige. Keinen einzigen Breakball ließ der Schweizer zu, und schlug selbst bei beiden Gelegenheiten, dem Spanier den Aufschlag abzunehmen zu. Nach einer Stunde und zehn Minuten verwandelte Federer sofort mit einem – wie sollte es auch anders sein – Rückhand-Return-Winner auf die Linie.

„Er war einfach zu gut“

Rafael Nadal redete im Anschluss auch nicht lange um den heißen Brei herum. „Er hat einfach besser als ich gespielt und den Sieg zweifellos verdient. Es ist ziemlich simpel – man muss sehr gut spielen. Er hat gleich im ersten Spiel das Break gemacht. Ich war da, habe gekämpft, versucht Lösungen zu finden. Es war nicht mein Tag.“

Und wenn ein Roger Federer beim Anschauen seines eigenen Auftritts ins Stocken gerät, dann weiß man ungefähr, was die Stunde geschlagen hatte. 26 Winner waren es an der Zahl.

Roger Federer

 

 

 

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