Nach der Top-50-Platzierung kamen Verletzungsprobleme und der Absturz bis jenseits der 1000er-Ränge. Jetzt ist Anna-Lena Friedsam auf dem Weg zurück.

Kurz vor Saisonende ist Friedsam im englischen Shrewsbury ein Turniererfolg gelungen, der Hoffnungen für das Jahr 2018 weckt. Die Deutsche setzte sich im Endspiel des Turniers in 63 Minuten mit 6:4 und 6:2 gegen die topgesetzte  Lesley Kerkhove (Nummer 156 der Welt) aus den Niederlanden durch.

Der Turniersieg lässt sie einen Riesensprung auf der Weltrangliste machen. Sie verbessert sich um gleich 500 Plätze auf Rang 506. Seit den US Open 2016 hatte Friedsam kein Wettkampf-Tennis spielen können. Sie stieg erst vor wenigen Wochen komplett ohne Ranking wieder in den Turnierbetrieb ein und sammelte bei vier Veranstaltungen einige Punkte.

Sieg für Friedsam aus der Qualifikation heraus

Die 23-Jährige musste sich wegen ihrer schlechten Ranglistenposition aus der Qualifikation heraus bis ins Endspiel des mit 25 000 Dolar dotierten Events spielen. Am Ende war sie sieben mal in Folge in ebenso vielen Tagen erfolgreich, Balsam auch für das Selbstvertrauen Friedsams.

Die Rechtshänderin aus Neuwied betonte die Besonderheit dieses Erfolgs, auch wenn er auf der kleinen ITF-Bühne stattfand. „Es ist ein emotionales Turnier für mich, weil es der erste Titel nach meiner Verletzung ist“ erklärte sie ihre Gefühlslage nach dem Sieg im Endspiel.     

Friedsam setzt eine „deutsche Tradition“ beim ITF Turnier von Shrewsbury fort. 2011 gewann Mona Barthel das Turnier in den West Midlands, ein Jahr später war Annika Beck an gleicher Stelle siegreich.

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