Nur Serena Williams kann die Deutsche in Wimbledon stoppen.

Besser hätte das Jahr für Julia Görges nicht beginnen können. Nachdem sie 2017 mit zwei Turniersiegen beendet hatte, konnte sie 2018 diese Serie direkt in Auckland fortsetzen. In zwei Sätzen bezwang sie im Finale Coco Vandeweghe und zeigte sich in einer bestechenden Frühform. Diese konnte Görges bei den Australian Open zwar nicht bestätigen, doch letztlich sollte das Aus in Melbourne in der zweiten eher die Ausnahme denn die Regel sein.

Inzwischen hatte jeder die DTB-Spielerin auf dem Schirm, da sie Anfang Februar erstmals den Sprung unter die zehn besten WTA-Profis der Welt schaffte. Der Einzug ins Halbfinale von St. Petersburg zeigte einmal mehr, dass 2018 das Jahr der Bad Oldesloerin sein könnte. Im April folgte dann der nächste Finaleinzug. Allerdings musste sich „Jule“ im Endspiel Kiki Bertens geschlagen geben.

Serena Williams verhindert deutsch-deutsches Wimbledon-Finale

Auch das Drittrunden-Aus bei den French Open konnte den starken Eindruck, den die zu diesem Zeitpunkt noch 29-Jährige hinterließ, nicht schmälern. Spätestens in Wimbledon präsentierte sie sich wieder in Bestform und marschierte sensationell bis ins Halbfinale. Nur Serena Williams konnte das deutsch-deutsche Finale auf dem heiligen Rasen verhindern. Dennoch: Unter die besten Vier in Wimbledon kommt man nicht alle Tage – ein grandioser Erfolg.

Für ein weiteres Highlight sorgte Görges dann im Oktober, nachdem sie sich von ihrem frühen Ausscheiden bei den US Open (2. Runde) erholt hatte. Ihren zweiten Turniersieg sicherte sie sich im Endspiel gegen Belinda Bencic.

Starkes Görges-Jahr – doch es war noch mehr drin!

Letztlich beendete Julia Görges ihr ereignisreiches Tennisjahr 2018 auf Weltranglistenposition 14. Auch wenn dieser Rang und die Erfolge aller Ehren wert sind, hatte man zwischenzeitlich das Gefühl, dass mit etwas mehr Konstanz sogar noch mehr drin gewesen wäre. Nichtsdestotrotz lieferte sie ihren Fans jede Menge schöne Tennismomente.