So gut waren die Youngster seit 12 Jahren nicht.

Lang, lang ist’s her, dass die junge Garde so sehr für Furore sorgte wie in der abgelaufenen Saison. Fünf U23-Spieler auf den Plätzen 11 bis 20, das hatte es zuletzt 2006 gegeben. Die Newcomer von damals können sich sehen lassen: Marcos Baghdatis (ATP 12), Tomas Berdych (13), Novak Djokovic (16), Andy Murray (17) und Richard Gasquet (18).

Ein illustrer Kreis, der in den Folgejahren 17 Grand-Slam-Titel untereinander aufteilte. Ob die heutige Generation in Zukunft Vergleichbares vorweisen kann, muss sich erst noch herausstellen. Die jüngsten Erfolge des Quintetts machen zumindest schon mal Lust auf mehr.

#11 Karen Khachanov (22)

Der Russe war eine der positivsten Erscheinungen im Spieljahr 2018. In Erinnerung bleibt vor allem der überragende Auftritt beim Masters in Paris-Bercy, als er im Finale Novak Djokovic entzauberte. Khachanov fühlt sich Indoor ohnehin am wohlsten. In Moskau und Marseille siegte der Hard-Hitter ebenfalls unter dem Hallendach.

#12 Borna Coric (22)

Davis-Cup-Sieger, Finalist beim Shanghai-Masters und Überraschungs-Champion in Halle. Coric hat eine beeindruckende Entwicklung genommen. Jahrelang konnte der Kroate die in ihn gesetzten Erwartungen nur unzureichend erfüllen, nun ist er in der erweiterten Weltspitze angekommen. Vor allem die drei Duelle mit Roger Federer, von denen Coric zwei (Halle, Shanghai) für sich entscheiden konnte, waren eine spielerische Augenweide.

#14 Kyle Edmund (23)

In Großbritannien hält man schon lange große Stücke auf den Blondschopf mit der gewaltigen Vorhand. Schließlich soll Edmund schnellstmöglich in die Fußstapfen von Andy Murray treten. Kein leichtes Erbe. Mit seinem Premierentitel in Antwerpen und der Halbfinalteilnahme bei den Australian Open deutete der gebürtige Südafrikaner aber bereits an, dass ihm die Zukunft gehört.

#15 Stefanos Tsitsipas (20)

Von Rang 91 auf 15 – Der „Most Improved Player of the Year“ hat in der Weltrangliste gleich mehrere Sprossen auf einmal genommen. Tsitsipas krönte sein Traumjahr mit dem Gewinn der Next Gen ATP Finals in Mailand. Zuvor hatte der temperamentvolle Grieche bereits in Stockholm den Siegerscheck mit nach Hause genommen. Dass er zu den größten Talenten seiner Generation zählt, war auch in Barcelona und beim Kanada-Masters überdeutlich geworden, wo er jeweils erst im Finale an Rafael Nadal scheiterte.

#16 Daniil Medvedev (22)

Die Renaissance des russischen Tennis ist auch ein Verdienst von Daniil Medvedev. Drei Titel gewann er in diesem Jahr, alle auf Hartplatz. Gut möglich, dass den Turniersiegen in Sydney, Winston-Salem und Tokio noch viele weitere Glanzlichter folgen. Mit seinem schnörkellosen Spiel muss sich Medvedev vor allem auf schnellen Belägen vor niemandem verstecken.

 

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